Hawks gelingt Revanche

Traurig und enttäuschtTraurig und enttäuscht
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Die Revanche ist geglückt: Nicht einmal 48 Stunden nach der knappen 2:3-Niederlage in Schongau drehten die Haßfurter Hawks am Sonntag den Spies um und fuhren gegen die Mammuts einen verdienten 5:2-Sieg ein.

Der auffälligste ESC´ler war dabei ausgerechnet der älteste Verteidiger „Das ist für mich schon einzigartig“, strahlte der mittlerweile 39-jährige Thomas Berndaner, dem mit gleich drei Treffern im ersten Abschnitt eine tolle „Premiere“ in seiner 16. Saison als Eishockeyspieler gelang. Damit legte er den gleichzeitig den Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden der Unterfranken. Am Ende fuhren in seine Teamkollegen deshalb auch auf ihren Schultern durch die Halle. „Drei Tore innerhalb von 20 Minuten ist für einen Verteidiger schon etwas Besonderes.“ In erster Linie freute er sich aber über zwei weitere wichtige Zähler im Kampf um den Aufstieg in die Bayernliga. „Das war heute verdammt wichtig, weil Schongau bis zum Schluss gefährlich und immer für Tore gut war“, meinte der gebürtige Garmisch-Partenkirchener, der seine Karriere vor fast 17 Jahren in der Zweitligamannschaft des SV Riessersee begann. „Der Sieg heute ist sehr viel wert.“

Dass er und die restlichen, wieder einmal komplett angetretenen Falken die Begegnung mit aller Macht für sich entscheiden wollen, konnten die 500 Zuschauer im Eisstadion der Kreisstadt derweil vom Eröffnungsbully an sehen. Und auf den ersten Torjubel mussten sie gerade einmal 82 Sekunden warten, denn Berndaner erzielte nach Zuspiel von Fritz Geuder die schnelle Führung (2.). Davon ließen sich die Gäste, die ebenfalls mit 17 Feldspielern angereist waren, jedoch nicht sonderlich beeindrucken und kamen immer besser ins Spiel. Mehr als der 1:1-Ausgleich durch Martin Weckerle (14.) gelang ihnen aber nicht. Vielmehr lagen sie bis zum Ende des ersten Abschnittes mit 3:1 im Hintertreffen, da Thomas Berndaner seine Torjägerkünste noch zweimal unter Beweis stellte: bei einem Schlagschuss in Überzahl (15.) sowie einem Lupfer ins Eck (20.).

Vorzeitig aufgeben kam für die Schongauer um ihren Kapitän Matthias Brod freilich nicht in Frage. Vielmehr ging es hart umkämpft weiter hin und her, sodass sowohl der junge ESC-Schlussmann Martin Hildenbrand als auch sein Gegenüber Christoph Lohr im EA-Gehäuse genügend Arbeit hatten. Und auch, als der wiedergenesene Daniel Rappl mit einem fast ansatzlosen Schuss gleich zu Beginn des Mittelabschnittes auf 4:1 erhöhte (23.), gaben die Oberbayern keinen Zentimeter nach. Die Zeit rannte ihnen allerdings davon. Der 4:2-Anschlusstreffer ihres Kanadiers Steve Castonguay (48.) kam für eine weitere Aufholjagd, nicht nur weil die Kräfte langsam schwanden, letztlich zu spät, wenngleich sie sich dafür immer wieder Möglichkeiten erarbeiteten und sogar einmal den Pfosten trafen. Den Schlusspunkt setzte aber Haßfurts Andreas Herrmann knapp zwei Minuten vor dem Ende: Nach einem Gewühl brachte er die vor dem Tor freiliegende Hartgummischeibe ohne Mühe zum 5:2 im Schongauer Tor unter. (Naumann)


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