Hawks erneut vor schwerem Wochenende

Traurig und enttäuschtTraurig und enttäuscht
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Wie in der Vorwoche gilt: Dem ESC Haßfurt (5./5:7) steht erneut ein knüppeldickes Doppelspielwochenende bevor. Und dabei geht es gegen dieselben Gegner - nur umgedreht. Während die Hawks am heutigen Freitagabend ihre Visitenkarte beim 1. EV Weiden (1./11:1) abgeben, kommt es zwei Tage später im Stadion am großen Anger zum zweiten großen Frankenderby gegen den EHC Bayreuth (3./7:3).

Falken-Dompteur Stan Mikulenka blickt dabei den Aufgaben Nummer sieben und acht der laufenden Saison sehr zuversichtlich entgegen. „Wenn wir uns so präsentieren wie zuletzt, dann können wir sogar vier Punkte holen“, ist der 45-jährige Tscheche überzeugt. Ein dickes „Aber“ fügt er jedoch gleich hinterher. „Viel hängt natürlich davon ab, ob die Mannschaft diese Leistung wieder abrufen kann und vor allem, ob sie komplett antreten kann.“ Fakt ist, dass ihm wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen als noch beim Hinspiel in Bayreuth. Nachdem der zuletzt gesperrte Markus Waldvogel wieder an Bord ist, dürfte auch Andreas Herrmann seine Grippe einigermaßen auskuriert haben. Und auch Benny Schorr will trotz schwerer Verletzung an der Schulter, bei der nach einer ersten Untersuchung vermutlich Bänder gerissen und Knochenteile abgesplittert sind, auf die Zähne beißen und auflaufen. „Gegen Empfehlung möchte er sich in den Dienst der Mannschaft stellen“, sagt die 2. Vorsitzende Kerstin Gollbach. „Er will Mannschaft nicht im Stich lassen.“ Ein dickes Fragezeichen steht derweil hinter Daniel Rappl, dessen Sehnen am Fuß sich nach einem Schlagschuss im Bayreuther Tigerkäfig entzündet haben. Zudem laboriert der Angreifer an einer Schwellung an der Kapsel. Es wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist.

Mikulenka ist auch aufgrund des Teamgeistes sowie der zuletzt gezeigten Vorstellungen der Hawks sicher, am Ende der Runde den Einzug in die Aufstiegsrunde zu schaffen. Ausschlaggebend sind für ihn die kommenden Wochen, vor allem der zweite Vergleich mit dem EV Pegnitz Ende des Monats. „Da wird es sich vermutlich entscheiden.“ Seine große Hoffnung liegt zuletzt darin begründet, dass er mit den drei Neuzugängen Stefan Ankenbrand, Frederic Rambacher und Ilja Kinereisch äußerst talentierte sowie vor allem lernwillige Spieler von den Junioren in die 1. Mannschaft integrieren konnte. „Die Jungs können und werden sich noch gut entwickeln“, will er freilich noch keine Wunderdinge erwarten. Vom Potenzial ist er dagegen überzeugt, „sonst hätte ich sie nicht geholt.“ Bis spätestens Ende November wird zudem eine Entscheidung fallen, ob ein Ersatzspieler für David Franek verpflichtet wird. „Wie damals schon gesagt: wenn wir den Einzug unter die besten Vier der Liga schaffen, dann werden wir für die Ausländerposition einen Spieler holen.“ Auf der anderen Seite wäre es für Mikulenka „Blödsinn“, unnötig Geld auszugeben, wenn das Ziel letztlich verfehlt würde. „Ich bin mir sicher, dass diese Mannschaft den Klassenerhalt auch ohne Kontingentspieler schafft.“

Das Heimspiel gegen Bayreuth ist zum dritten Mal in der ESC-Geschichte den „Blaulichtern“ gewidmet. Alle aktiven Mitglieder von Feuerwehren, der Polizei, dem Rotem Kreuz oder dem Technischem Hilfswerk mit Dienstausweis oder Uniform haben am Sonntagabend freien Eintritt. (Naumann)


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