Harte Brocken für die Wölfe

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Zwei Knaller haben die Selber Wölfe noch kurz vor Weihnachten vor sich. Zunächst gastiert der VER am Freitag (20 Uhr) beim EV Regensburg. Ein Highlight vor erwarteten 3000 Fans, bei dem auch einige hundert Schlachtenbummler aus Hochfranken ihr Team unterstützen werden. Eine große Kulisse erwartet Selb auch im Heimspiel am Sonntag (18 Uhr), wenn der ERV Schweinfurt seine Visitenkarte abgeben wird.

Ein Kampfspiel war bereits das Hinspiel gegen den EV Regensburg. Die Donaustädter kamen nach einem 0:3-Rückstand in Person von Thomas Daffner wieder heran. Erst mit der Schlusssekunde setzte Sekera den Schlusspunkt zum 4:2-Endstand im Selber Hexenkessel. Voll Bude verspricht man sich nun auch in der Arena. Allein aus Selb wollen rund 700 bis 800 Fans ihr Team anfeuern. „Das ist immer wieder aufs Neue klasse, dass wir bei den Auswärtsspielen so zahlreich begleitet werden“, schätzt die Mannschaft den stets stimmgewaltigen Anhang. Unterstützung dürfte auch diesmal bitter nötig sein. Der ambitionierte Aufsteiger steht zwar aktuell auf Rang sieben, kann in seinen Nachholspielen noch kräftig aufholen, so also auch dem VER dicht auf den Fersen sein. Dass man im eigenen Stadion bislang noch ungeschlagen ist, spricht ohnehin für Regensburg. „Ganz besonders die erste Reihe um Thomas Daffner und Sven Gerike gilt es zu bewachen“, wertet Holden die Spielstärke des Gegners, der aber auch etliche weitere gute Spieler, wie der aus Schweden stammende Verteidiger Kristoffer Bäckström, im Kader hat.

Exzellente Kräfte hat auch der ERV Schweinfurt im Aufgebot. Allein 46 Scorerpunkte sammelte der derzeitige Top-Scorer der Liga: Marcel Juhasz. Josef Eckmair und Co. zeigten ebenso besten Qualitäten. Ausfallen wird dagegen bis auf weiteres verletzungsbedingt Dan Heilman. Der Angreifer überzeugte im Hinspiel, sorgte mit drei Toren am Ende dafür, dass Selb eine 4:2-Führung am Ende – im Penaltyschießen – noch hergeben musste. Die Begegnungen zwischen beiden Kontrahenten boten in der Hutschenreuther Eissporthalle meist immer hartumkämpfte 60 Minuten. Nach einem sensationellen Auswärtssieg beim TEV Miesbach folgte zwar nur ein 7:6 in Pfronten nach Penaltyentscheid. Dem ließen die Unterfranken jedoch ein deutliches 10:2 gegen Waldkraiburg folgen. Die Ex-Mannschaft von Sergej Waßmiller hat sich hier schon mal warmgespielt und will – einem Heimerfolg über Dorfen am Freitag vorausgesetzt – mit großem Selbstvertrauen in die Porzellanstadt kommen. „Das Spiel dürfte irre spannend werden“, glaubt Holden an keine leichte Aufgabe, schließlich „treffen hier die beiden Mannschaften mit den meist erzielten Toren aufeinander!“. 96 sind es da nach 18 Spieltagen bei den Wölfen, 91 bei Schweinfurt. „Nach all den letzten Niederlagen gegen die Mighty Dogs ist ein Sieg aber allmählich fällig“, zeigt sich der Coach mit einer Kampfansage.

Allerdings steht bei den Wölfen hinter dem Einsatz so mancher Spieler noch ein Fragezeichen. Mit nicht einmal 10 Feldspielern absolvierte man in dieser Woche Trainingseinheiten. Die schon in Erding ausgefallenen Schneider (Bein), Hermle (Knie) und Jaworin (Handgelenk) konnten bislang nicht wieder aufs Eis. Hinzu kommen mit Jeschke und Horvath noch erkrankte Akteure. Fehlen wird dazu in Regensburg der erneut gesperrte Hendrikson. So wird Holden wohl erst am Freitag seine Reihen genau definieren können.