Harald Waibel hilft seinem Heimatverein

Adrian Hack bleibt ein FalconAdrian Hack bleibt ein Falcon
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Harald Waibel, der letztjährige Erfolgscoach des EV Pfronten übernimmt die Falcons bis zum Saisonende. Bereits am Dienstagabend leitete er die erste Trainingseinheit.

Frage: Nach der letzten für den EV Pfronten und für Sie so erfolgreichen Saison gaben sie im Sommer bekannt, das Amt aus privaten Gründen nicht weiter ausführen zu können, nun kehren sie wieder zurück, wie kommt's?

Harald Waibel: Im Sommer stand ich vor einer neuen Situation, deren Ausgang ich nicht kannte und demnach einfach nicht versprechen konnte mich so einzubringen zu können für den Verein wie in der letzten Saison, deshalb hielt ich es für richtig nicht weiter zu machen.

Frage: Nun kehren Sie zurück und viele im Umfeld halten Sie für den Einzigen der diese Saison noch retten kann, was denken sie darüber?

Harald Waibel: Ich denke schon, dass die Mannschaft besser ist als sie momentan da steht, ob es am Ende noch zum Klassenerhalt reichen wird, wird sich zeigen, doch eins ist auch klar Zaubern kann auch ich nicht.

Frage: Sie kennen den Großteil der Mannschaft aus der vergangenen Saison, ebenso wie die Liga, wie sehen sie die Veränderungen zum Vorjahr?

Harald Waibel: Auf der Torwartposition denke ich, waren wir letztes Jahr überdurchschnittlich besetzt, ich denke aber auch, dass unsere Torleute diese Saison schon ihre Klasse unter Beweis stellen konnten, den größten Verlust haben wir in der Abwehr zu verzeichnen, mit Holger Völk haben wir unseren besten Verteidiger der letzten Saison verloren, aber auch die Abgänge von Thomas Köcheler, Felix Rachel und Fritzi Weinfurtner schmerzen sehr. Zur Liga kann ich nur sagen, dass sowohl die beiden Aufsteiger wie auch der Absteiger zu den besten Teams der Liga gehören und meiner Meinung nach keinesfalls etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden. Das heißt wir müssen zwei Mannschaften hinter uns lassen die bereits länger in der Bayernliga etabliert sind und diese Aufgabe sehe ich als sehr schwierig an. Natürlich ist es mit den begrenzten Möglichkeiten, die Pfronten nun mal hat fast unmöglich gegen Mannschaften mitzuhalten deren Zuschauerschnitt Oberliganiveau erreicht. Es ist eine Herkulesaufgabe das Ziel den Nichtabsteig zu verwirklichen, aber dass es im jetzigen Moment unmöglich erscheinen mag, macht die Sache auch besonders reizvoll, denn zu verlieren haben wir momentan nichts.

Frage: Wie ich weiß haben Sie sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, noch einmal das Amt des Trainers zu übernehmen, vor allem in einer so schwierigen Situation wie jetzt, als Tabellenletzter mit gerade einmal drei Punkten nach 18 absolvierten Spielen.

Harald Waibel: Ja das ist absolut richtig, aber letztendlich hat das Herz über den Verstand gesiegt. Ich wollte den Verein gerade in dieser Situation nicht im Stich lassen und die Mannschaft ist mir ans Herz gewachsen. Wir werden jetzt gemeinsam versuchen nach und nach an die Leistungen vom letzten Jahr anknüpfen zu können, allerdings wird das auch nicht von Heute auf Morgen funktionieren, dass heißt auch wenn es schwer fällt bitte ich um ein wenig Geduld.

Frage: Was werden Sie versuchen um die Mannschaft wieder dorthin zu bringen wo sie letztes Jahr stand, wo werden sie zunächst die Hebel ansetzen.

Harald Waibel: Wir müssen zunächst an unserer Disziplin arbeiten, wir können es uns nicht erlauben uns unnötig in Unterzahl zu bringen, natürlich benötigen wir auch wieder gute Spiele um das Selbstvertrauen zurück gewinnen zu können und ich appelliere an den Zusammenhalt in der Mannschaft, der letztes Jahr vorbildlich war. Pfronten und das hat die Vergangenheit schon oft gezeigt verfügt zwar nicht über die individuelle Klasse anderer Mannschaften und muss deshalb über den Kampf, den Willen und den Zusammenhalt versuchen das gesteckte Ziel zu erreichen. Ich glaube an die Mannschaft und ich denke für uns wäre der Nichtabstieg wie der Gewinn der Meisterschaft.

Frage: Wird es personelle Veränderungen in der Mannschaft geben?

Harald Waibel: Ich werde versuchen, im Rahmen unserer Möglichkeiten die Mannschaft punktuell zu verstärken, dass dies notwendig ist, zeigen die Ausfälle der letzten Zeit, so werden uns bis auf weiteres wichtige Spieler wie Marijo Brcic, Thomas Steiner, Tobias Heiß, Markus Müller, Raphael Minnelli aus Verletzungsgründen nicht zur Verfügung stehen, wobei bei dem ein oder anderen sogar zu befürchten ist, dass er diese Saison gar nicht mehr spielen werden kann. Wie ich erfahren habe, hat sich die Vorstandschaft mit dem Spieler Alexander Ott bereits vor meiner Zusage geeinigt. Er wird uns als Verteidiger, angesichts der genannten Ausfälle mit Sicherheit nützlich sein. Zu anderen möglichen Veränderungen kann ich momentan nichts sagen.