Halbfinale gegen Regensburg

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Mit einem lockeren 7:2 (2:0, 2:1,3:1)-Heimerfolg gegen den EC Pfaffenhofen sichert sich der VER Selb den ersten Tabellenplatz und damit das Heimrecht im Play-off-Halbfinale der Bayernliga. Im Best-of-Three-Modus geht es nun gegen den EV Regensburg. Volle Bude dürfte da im Heimspiel am Freitag garantiert sein. Spielbeginn gegen das Team aus der Oberpfalz ist um 20 Uhr.

Sowohl der VER als auch die Gäste gingen ersatzgeschwächt in die letzte Zwischenrundenbegegnung, bei der es wohlgemerkt für beide Mannschaften noch um den ersten Platz der Gruppe und somit dem Heimrecht im Halbfinale ging. Bei den Wölfen fehlten Thielsch wegen eines akuten operativen Eingriffs, zudem der grippegeschwächte Schneider. Lamich und Siegeris gingen angeschlagen in das Spiel, das der VER von Beginn an bestimmte. Zeitlang arbeitete man sich nach vorne und hatte so einige gute Einschussmöglichkeiten. Noch konnte der Gästekeeper schlimmeres für seine Farben verhindern. Doch dann schlugen die Wölfe mit einem Doppelpack binnen 26 Sekunden eiskalt zu. Zunächst bediente Sekera Mitspieler Lamich, der den Torhüter umkurven und den Puck ins Gehäuse einschieben konnte. Kurz darauf war es Siegeris, der einen flotten Vorstoß erfolgreich abschloss. Auch im weiteren Spielverlauf konnte Pfaffenhofen nur selten gefährlich vor dem Selber Kasten auftauchen. Die beste Chance hatte dabei noch Gerber, der einen Pass von Beslagic zwar annehmen konnte, in Keeper Dirksen allerdings seinen Meister fand. Der VER dagegen stürmte weiter eifrig nach vorne, wenngleich durch die umgestellten Reihen nicht jeder Spielzug perfekt klappte. Ebenso hatte man auch im Abschluss das Nachsehen.

So auch im zweiten Abschnitt. Reihum konnte man die Chancen nicht verwerten. Sekera traf den Außenpfosten. Siegeris nach Doppelpass mit Jeschke und danach Sekera hatten das Nachsehen in Person des Gästekeepers. In Selber Unterzahl gelang den Gästen der Anschluss durch Beslagic, der mit einem Schuss von der Blauen Linie einnetzte. Schon kurz danach stellte der VER aber den alten Abstand wieder her, Sekera traf zum 3:1 – musste sich beim Torjubel allerdings einen ungeahndeten Stockschlag ins Gesicht des einstigen Selber Publikumsliebling Beslagic einstecken, der sich damit keine Freunde machte. Später hieß es Unterzahl für die Wölfe, zeitweise sogar 3 gegen 5. Eisern wehrte man sich in der Defensive und ließ den Gegner kaum zu Torschüssen kommen. Kaum wieder komplett bzw. selbst in Überzahl ging der Selber Sturmlauf weiter und Lamich erhöhte auf 4:1.

Die Kräfte gingen beim Gegner im Schlussabschnitt vollends aus. Die Wölfe, bei denen so mancher Crack nun geschont wurde, machten so locker ihr Spiel weiter und schraubten binnen 1 Minute und 11 Sekunden das Ergebnis auf 7:1 in die Höhe. Den Torreigen eröffnete Youngster Schiener, der über die linke Seite ins gegnerische Drittel stürmte und mit einem strammen Schuss in die Maschen traf. Waßmiller und Holden zogen nach und ließen den Anhang jubeln. Die Fans feierten ihre Mannschaft lautstark und nahmen den noch einzigen Gegentreffer locker hin. Und ein klein wenig träumt man auch schon von der Meisterschaft. Jetzt heißt aber erst einmal Halbfinale, der Gegner Regensburg.

Mit dem ersten Platz in der Zwischenrunde genießen die Selber Wölfe im Halbfinale zunächst Heimrecht. So empfängt man bereits am kommenden Freitag um 20 Uhr mit dem EV Regensburg den Tabellenzweiten der Zwischenrunden-Gruppe B. Zwei Tage später kommt es zum Rückspiel zwischen beiden Mannschaften. Sollten dann beide Teams jeweils ein Spiel für sich entschieden haben, so kommt es am darauffolgenden Freitag, 12. März, zum entscheidenden Spiel. Austragungsort wäre hier für den Fall der Fälle wiederum die Hutschenreuther Eissporthalle.

Tore: 1:0 (7:54) Lamich (Sekera, Siegeris), 2:0 (8:20) Schiener (Jaworin, Thumm), 2:1 (28:23) Beslagic (Campbell; 5-4), 3:1 (28:53) Sekera, 4:1 (38:31) Lamich (Sekera, Waßmiller; 5-4), 5:1 (42:37) Schiener (Thumm), 6:1 (43:34) Waßmiller (Hendrikson), 7:1 (43:48) Holden (Lamich, Sekera), 7:2 (51:39) Pfafferott (Birk, Campbell). Strafen: Selb 20, Pfaffenhofen 12 + 10 (Gerber) + 5 + Spieldauer (Riemel). Zuschauer: 1154.