Gute Leistung wurde nicht belohntEHC Waldkraiburg

Gute Leistung wurde nicht belohntGute Leistung wurde nicht belohnt
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Ohne den etatmäßigen Kapitän Peter Richter, sowie Verteidiger Maximilian Meinicke und die Jungkräfte Tobi Schmidt und Sebastian Mair gingen die Löwen auf das eigene Eis, Stürmer Christian Birk hatte den EHC bereits vorige Woche, nachdem er um die Auflösung seines Vertrages gebeten hatte, verlassen. Nur 17 Mann standen daher auf dem Spielbogen auf Seiten der Industriestädter, die Indians dagegen waren mit 21 Mann angereist, was nicht überraschend war, hatte man sich doch aus dem Kader des ESV Königsbrunn, der sich vom Spielbetrieb zurückgezogen hatte, mit drei Spielern verstärkt. Diese numerische Überlegenheit war zu Beginn der Partie aber nicht zu merken, die Löwen waren nach dem 1:13 in Bayreuth zwei Tage zuvor, auf Wiedergutmachung aus und der Großteil des ersten Drittels fand in der Memminger Spielhälfte statt. Nach 12 Minuten kam dann aber völlig überraschend die kalte Dusche für die Hausherren: nach einem verunglückten Löwen-Angriff fuhren Andreas Börner und Ronny Zientek allein gegen Jan Loboda und Zientek verwandelte zur Memminger Führung (12:01). Nur 34 Sekunden später fiel nahezu der gleiche Treffer. Ein tiefer Pass in die Spitze brachte Markus Kerber ins Spiel und der passte nachdem er nun allein gegen Loboda ging, goldrichtig auf Brit Ouellette (12:35). Waldkraiburg wirkte geschockt und dann rutschte Keeper Fabian Birk auch noch der Schuss von Tim Tenschert durch die Schoner- das 3:0 für den ECDC (14:24) und der passende Zeitpunkt für Petr Vorisek, seine Auszeit zu nehmen. Doch es half nicht wirklich- stattdessen erwies Loboda seinem Team noch einen Bärendienst und kassierte wegen Meckerns eine zehnminütige Disziplinarstrafe.

Memmingen steckte vor dem Spiel eigentlich ein wenig in der Krise, hatte von den letzten fünf Partien nur eine gewinnen können- die Löwen bauten sie aber freundlicherweise wieder auf. Plötzlich wurde es dann hektisch: Loboda saß bereits auf der Bank, innerhalb einer Minute gesellten sich dann auch noch Fritz Geuder, Sergej Piskunov und Martin Führmann dazu. Obwohl zu einem Streit ja eigentlich immer zwei dazu gehören, schickte der Unparteiische aber keinen Memminger zum abkühlen in die Box. Eishockey wurde zwischendurch übrigens auch noch gespielt, doch Martin Niemz im Tor des ECDC war richtig gut aufgelegt und zweimal rettete ihn der Pfosten- doch auch seinen Gegenüber Birk zeigte jetzt eine starke Leistung. Den Schiedsrichtern glitt die Begegnung in dieser Phase leicht aus den Händen, es hagelte weitere Strafzeiten aber zumindest die Zuschauer kamen so ein wenig auf ihre Kosten. Der EHC spielte gut und hätte sich mindestens ein Tor verdient, das zweite Drittel sollte allerdings torlos bleiben.

Im Schlussdurchgang kämpften die Löwen wacker weiter, doch sollten diese Mühen zunächst noch nicht belohnt werden. Patrick Zimmermann stellte dann aus dem Nichts auf 4:0 (45:18), dann setzte Jürgen Lederer im Gegenzug aber energisch nach, brachten den EHC auf 1:4 heran (46:18) und sorgte erneut für Spannung in den letzten Minuten. Die steigerte sich dann noch weiter, als Fritz Geuder das zweite Tor für die Hausherren erzielte (55:39), doch nachdem Vorisek Keeper Birk vom Eis nahm, kam die Scheibe per Abpraller zu Zientek der quer über das Feld ins leere Löwen-Gehäuse einschieben konnte. So blieb es im letzten Spiel, dieses für die Waldkraiburger insgesamt enttäuschenden Jahres, bei der 2:5-Niederlage. Vorisek war im Anschluss aber trotzdem zufrieden: „Die Leistung war heute wirklich super, es ist deshalb schade, dass wir verloren haben. Aber ich hoffe, dass uns die Fans auch im kommenden Jahr weiter unterstützen, auch wenn wir heute die Punkte nicht geholt haben.“