Gut gespielt, aber die Tore fehlen

ESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekanntESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekannt
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Eine eigentlich ungefährliche Situation entschied die Partie: Die Buchloer Pirates konnten sich im eigenen Verteidigungsdrittel nicht recht lösen, von der Bande prallte die Scheibe irgendwie in die Mitte und plötzlich hatte Dennis Stroecks von den Indians freie Bahn. Mit einem strammen Schlagschuss ließ der Memminger Florian Warkus im Tor der Heimmannschaft keine Chance und traf zur Führung für die Gäste. Es war schon die 58. Minute und da half es auch nichts mehr, dass die Pirates in den letzten Sekunden Keeper Warkus noch durch einen sechsten Feldspieler ersetzten – es blieb beim 0:1 im Testspiel des ESV Buchloe gegen den ECDC Memmingen. Die dritte Niederlage in der Vorbereitung auf die neue Saison war besiegelt.

„Ohne Tore kann man nicht gewinnen“, sagte Pirates-Trainer Norbert Zabel anschließend. Selbst die Top-Torjäger Peter Klemm und Pavel Mojtek hatten zuvor nichts Zählbares zustande gebracht. Trotzdem sehe er den Leistungsstand seines Teams absolut positiv, habe man doch bewiesen, auch mit einem starken Bayernligisten mithalten zu können. Die Memminger traten zwar ersatzgeschwächt an – sie mussten auf die Routiniers Manfred Jorde und Helge Pyka sowie den Amerikaner Jim Nagle verzichten – spielten aber auch mit nur 13 Feldspielern sehr kompakt, vor allem in der Defensive. In Torhüter Reiner Vorderbrüggen hatten sie ihren überragenden Akteur.

Im Mittelabschnitt wackelte der Kasten von Vorderbrüggen aber bedenklich, denn hier hatten die Buchloer ihre beste Phase. Peter Klemm vergab in der 35. Minute bei numerischer Überlegenheit allein vor dem Tor. Kurz darauf rettete der Torpfosten für die Memminger bei einem Schuss von Bohdan Kozacka. Doch damit nicht genug: Zweimal hintereinander stieß Bastian Simmler durch die Gästeabwehr, scheiterte aber jeweils am schier unüberwindbaren Vorderbrüggen (38.). Da auch Buchloes Torwart Florian Warkus eine bravouröse Leistung zeigte, hieß es bis kurz vor Schluss bei den Toren Fehlanzeige.

Die Abwehrreihen beider Mannschaften waren stets Herr der Lage. Daher gab es spektakuläre Torszenen fast nur bei Überzahlgelegenheiten zu sehen, obwohl die Begegnung hohes Tempo und Spielniveau bot. Die Schiedsrichter verhängten in der sehr fairen Partie insgesamt je 18 Strafminuten. Zwei Minuten vor Spielende bekamen die 205 Zuschauer dann doch noch ein Tor zu sehen – wenn auch zum Leidwesen der Pirates-Fans. „Man muss sehen, gegen wen wir hier 0:1 verloren haben“, warb Zabel um Verständnis, „wenn wir gegen unterklassige Gegner spielen würden, sehen wir vielleicht viele Tore. Aber das bringt uns nicht weiter“.


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