Gönnerhafte Piraten

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Wie schon gegen Bayreuth ließen die Buchloer in der entscheidenden Phase beste Tormöglichkeiten liegen, um dann großzügig Geschenke zu verteilen. Wie schon Bayreuth hatten auch die Weidener Blue Devils mit David Musial, Marcel Waldowsky und Miroslav Fiser individuell starke Spieler in ihren Reihen, die die Geschenke gerne kapitalisierten. Wie schon vor Wochenfrist verloren die Buchloer schließlich ihr Heimspiel mit 4:7 (1:3, 2:4, 1:0).

Bei den Pirates wurde der verletzte Deutsch-Kanadier Peter Westerkamp schmerzlich vermisst. Während das Buchloer Angriffsspiel von der Abwehr der Oberpfälzer meistens problemlos unterbunden werden konnte, zeigten sich die Gäste wesentlich zielstrebiger. Mit Toren von Florian Bartels und Marcel Waldowsky gingen sie innerhalb einer Zeigerumdrehung mit 2:0 in Führung (10. und 11. Spielminute). Das erste Powerplay des Abends nutzte dann aber Matthias Ziegler, schön frei gespielt von Tobias Kastenmeier und Bohdan Kozacka, zum Anschlusstreffer (14.) für Buchloe. Als die Ostallgäuer danach auf die Offensive drängten, fingen sie sich einen Konter ein: Musial verwertete dabei eine Maßvorlage von Waldowsky und es stand 1:3 (16.).

Anfang des zweiten Drittels hatten die Weidener ihre erste Überzahlgelegenheit, wobei Waldowsky auf 4:1 erhöhte (25.). Der Drei-Tore-Rückstand hatte bei den Buchloern einen „Hallo-Wach“-Effekt und Patrick Weigant, der seit Wochen konstant starke Leistungen bringt, gelang es, auf 2:4 zu verkürzen. Nach einem Puckverlust der Oberpfälzer war er mustergültig von Sean Muncy bedient worden (27.). Mit einem Solo, das er per Kreuzeckschuss perfekt abschloss, brachte Ziegler sein Team ganze 24 Sekunden später auf ein Tor heran.

Nun witterten die Piraten erst recht Morgenluft und es wurde dramatisch: Adrian Hack traf aber nur den Pfosten und Muncy hätte im Fallen beinahe den Ausgleich erzielt, doch Weidens Verteidiger Sven Schalamon wehrte den Puck noch auf der Torlinie ab. Auch Kastenmeier und Andreas Widmann mit einem Kracher von der Blauen Linie scheiterten (31., 34.). Begünstigt von einem krassen Fehlpass vor dem eigenen Tor erzielte Weidens Miroslav Fiser dann das 5:3 (35.).

Ein Geniestreich von Torjäger Waldowsky, der – zurückgedrängt ins eigene Spieldrittel – mit einem 30-Meter-Pass eine Lücke in die Buchloer Deckung riss, leitete die Vorentscheidung ein: Adressat Fiser bedankte sich allein vor Torwart Florian Warkus mit dem nächsten Gästetreffer (37.). Damit hatte Fiser aber noch nicht genug: Nur Sekunden später ließ er das 7:3 folgen und machte damit seinen Hattrick perfekt. Genug hatte danach allerdings Keeper Warkus, denn er räumte seinen Platz für Sebastian Reisinger.

Im Schlussdrittel fehlten den Buchloern die Mittel, um den Vier-Tore-Rückstand noch ernsthaft zu gefährden. Gegen zurück schaltende Gäste schafften es Reisinger, seinen Kasten sauber zu halten und Kastenmeier, noch auf 4:7 zu verkürzen (56.). Hervorragend leitende Schiedsrichter mussten in der fairen Partie nur je acht Strafminuten aussprechen.