Gladiators gegen Topteams der Liga

Markus Poetzel zurück in ErdingMarkus Poetzel zurück in Erding
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Gegen die beiden nominell stärksten Bayernliga-Vereine müssen die Erding Gladiators am kommenden Wochenende antreten. Dabei empfangen die Herzogstädter am Freitag um 20 Uhr den amtierenden Meister aus Schweinfurt. Am Sonntag reist die Sternkopf-Truppe zum Ligaprimus nach Miesbach.

Mit den ERV Schweinfurt gastiert am Freitag eine Mannschaft in Erding, die mit ehemaligen Profispielern nur so gespickt ist. So stehen in der Abwehr mit Torhüter Varian Kirst und den Verteidigern Reisser, Knaup, Görlitz und Koch erfahrene Spieler, die teilweise jahrelang höherklassig aktiv waren. Sahnestück ist aber die Offensive. Denn die ehemaligen Profis Thurner, Juhasz, Eckmair, Trolda, Feuerfeil, Waldner, Funk oder Richter könnten locker noch eine, wenn nicht sogar zwei Ligen höher spielen. Zu dieser Kategorie gehört gewiss auch der neue Star der Bayernliga Dan Heilman. Heilman, der bislang ausschließlich in der 2. Liga spielte, bewies auch schon in Schweinfurt seine Qualitäten und schoss in neun Spiele bereits 11 Tore und gab 17 Torvorlagen. Und würde Roman Nikitin, einer der letztjährigen Topscorer, nicht verletzungsbedingt ausfallen, Schweinfurt hätte einen noch stärkeren Sturm zur Verfügung. Auch wenn die Mighty Dogs in den letzten Wochen etwas schwächelten, sind sie neben Miesbach natürlich der Topfavorit der Liga.

Eben zu diesen Miesbachern reisen die Gladiators dann am Sonntag. Der Ligaprimus dominiert bislang die Bayernliga und steht zu Recht ganz oben. Ein Blick auf den Kader verrät aber, dies ist kein Wunder. Denn ein Großteil des letztjährigen Oberligakaders spielt auch weiter unter Trainer Wieland beim TEV. Spieler wie Leitner, Martin oder im Sturm Deml, Detterer oder Veicht sind für die Bayernliga eine Bereicherung, für den jeweiligen Gegner aber wohl eher ein Fluch. Zu den verbliebenen Spielern verpflichtete der TEV noch Hochkaräter wie Torhüter Hochhäuser oder die Stürmer „Butzi“ Mayer, Sebastian Klett und Nikolas Oppenberger.

Für die Gladiators, die in beiden Spielen krasser Außenseiter sind, heißt es zunächst einmal gut zu verteidigen und die sich bietenden Chancen effektiv zu nutzen. Sollte dieses Rezept aufgehen, könnte den Herzogstädtern vielleicht sogar die Sensation gelingen und gegen die „Profi“ Truppen den einen oder anderen Punkt ergattern. Diese wären auch hinsichtlich des Saisonziels, den Klassenerhalt über den Play-off-Einzug zu sichern, bei der Ausgeglichenheit der Liga goldwert.