Gelungener Einstand für Piratendompteur Franz-Xaver Ibelherr

Gelungener Einstand  für Piratendompteur Franz-Xaver IbelherrGelungener Einstand für Piratendompteur Franz-Xaver Ibelherr
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Das Überraschungsteam der Saison, der Aufsteiger EHC Waldkraiburg, war den Freibeutern über weite Strecken der Partie zwar spielerisch überlegen, doch hielt der ESV mit starkem  Willen und großem Kampf dagegen.  Personell hatte sich die Lage beim ESV Buchloe leicht entspannt. So konnten Patrick Weigant und Peter Westerkamp in die Startformation zurückkehren. Der Auftritt des Deutsch-Kanadiers dauerte jedoch nur knapp zwei Minuten, als er wegen eines  Fingerbruchs erneut ausschied. Erfreulich aus  Sicht des ESV ist diesmal die Tatsache, dass mit Thomas Spegele (2) und Christopher Lerchner zwei Verteidiger drei Tore erzielten. Auf jeden Fall kamen die Zuschauer in einer kurzweiligen Begegnung, voll auf ihre Kosten. Nicht nur wegen ständig wechselnder Führung, sondern auch auf Grund drei nicht alltäglicher Doppelschläge war die Partei spannend bis zur Schlußsirene. Derzeit gilt jedenfalls, dass die Spiele der Gennachstädter immer torreich  enden. 

Die Löwen kamen druckvoll aus den Startlöchern. Bereits das erste Überzahlspiel führte zum 1:0 durch Jan Loboda (3.). Die Industriestädter machten weiter gewaltig Dampf. In der Anfangsphase zeigten die Industriestädter attraktives Eishockey mit schönen Spielzügen. Zwangsläufig erarbeiteten sich die Gastgeber hochkarätige Möglichkeiten, scheiterten zunächst an eigenen Unzulänglichkeiten, oder an der bis dato gut nach Hinten arbeitenden ESV Defensive. Die Ostallgäuer agierten äußerst diszipliniert. Nach der Devise den angreifenden Gegner früh anzugreifen und die Scheibe schnell aus der Verteidigungszone zu spielen, gingen die Freibeuter geschickt zu Werke.  Die Taktik schien aufzugehen. In dem läuferisch ansprechenden Match brachte der erste Doppelschlag die Führung für die Piraten.  Patrick Weigant  egalisierte zunächst  zum 1:1 (14.), keine Zeigerumdrehung später brachte Christopher Lerchner seine Farben mit 1:2 (15.) in Front.  Der nächste  „Doppler“ ging dann an die Löwen. Immer wieder wirbelte der EHC-Paradesturm Hämmerle-Führmann die ESV- Abwehr  durcheinander. Zeitweise war das Paar vom ESV überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Führmann besorgte den 2:2 Ausgleich (18.), der agile Hämmerle stellte leistungsgerecht auf 3:2 (19.). 

Im Mittelabschnitt bekamen die Pirates das Spiel besser unter Kontrolle, das muntere Toreschießen ging aber weiter.  Thomas Spegele erzielte das 3:3 (24.), EHC Stürmer  Jürgen Lederer ließ im Alleingang ESV Keeper Sebastian Reisinger keine Abwehrmöglichkeit 4:3 (27.). Das ESV Verteidiger Thomas Spegele einen guten Tag erwischte, bewies er unter anderem in der 29. Minute, als er per Nachstochern zum 4:4 erfolgreich war.  Die Partie wurde nun ruppiger. Es folgten einige Handgreiflichkeiten. Höhepunkt der Auseinandersetzungen war, als ein Schiedsrichter unabsichtlich zu Boden ging. Daraufhin wurde die Drittelpause vernünftiger Weise von den guten Unparteiischen um 33 Sekunden vorgezogen. 

Der letzte Abschnitt begann mit einer Großchance für die Buchloer. Löwen Torwart Fabian Birk war bereits geschlagen, doch Matthias Ziegler traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Es folgte Doppelschlag Nummer drei in diesem Krimi. Erst brachte Peter Vrbas mit einer kuriosen Bogenlampe die Freibeuter mit dem 4:5 (43.)  in eine gute Ausgangsposition für die Schlußsequenz. Doch postwendend gestaltete Jürgen Lederer die Partie wieder offen ( 5:5, 44.). Die Spannung im Waldkraiburger Eisstadion war weiterhin hoch. Nur kurz darauf hieß es wieder: Vorteil Löwen 5:6 (46.). Daniel Hämmerle  war der gefeierte Held. Die Gäste gaben sich aber noch nicht geschlagen.  Zeitweise kam die Defensivabteilung des ERC kaum zum Luftholen. Kontingentspieler Sean Muncy  auf Vorarbeit von Christopher Lerchner netzte zum 6:6 ein, doch war dies nicht das letzte Tor des Abends. Die Zahl 13 sollte der Mannschat von Neu-Trainer Franz Xaver Ibelherr Glück bringen. Ausgerechnet in Unterzahl gelang Tobias Kastenmeier mit einem Break der 13. Treffer der Partie. 6:7 (59.) lautete der Endstand nach einer verrückten Begegnung, die nichts für schwache Nerven war.