Gästetor wie vernagelt – 1:1 gegen AugsburgERC Lechbruck

Gästetor wie vernagelt – 1:1 gegen AugsburgGästetor wie vernagelt – 1:1 gegen Augsburg
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Über die gesamte Spielzeit waren die Flößer gegen einen äußerst defensiv eingestellten Gegner klar spielbestimmend. Trotz eines gefühlten Chancenverhältnisses von 50:3 für den ERC, reichte es am Ende nur zu einem glücklichen Unentschieden, denn ERC-Torhüter Markus Echtler mußte in den letzten zehnMinuten noch zwei Penaltys für Augsburg entschärfen.

Kurz vor Spielbeginn hörte es auf zu regnen, so dass das Match unter regulären Bedingungen stattfinden konnte. Von Beginn an gaben die Lecher den Ton an, Augsburg spielte extrem defensiv und riegelte das eigene Tor gekonnt ab. Die Gäste hatten dadurch über das gesamte Spiel gesehen kaum eigene Torchancen und waren lediglich bei seltenen Entlastungsangriffen und bei Überzahl im Lechbrucker Drittel zu finden. Mit teilweise sehr schönen Spielzügen machten die Flößer Druck auf das Woodstocks-Gehäuse, jedoch sollte bis zur ersten Pause kein Treffer fallen. Im zweiten Drittel erhöhte sich zwar die Gegenwehr der Gäste, doch der ERC war weiterhin klar Herr im eigenen Haus. Weiterhin stürmten die Lecher unaufhaltsam auf das Tor von Gästetorhüter Marco Schwarm, der an diesem Abend von Lechbruck berühmt geschossen wurde. Wie es die Flößer auch probierten, die Scheibe wollte einfach nicht über die Torlinie. Zu allem Überfluss mußte man dann in der 35. Minute, aufgrund von Fehlern in der Rückwärtsbewegung, das 0:1 für Augsburg hinnehmen. Das Spiel war nun völlig auf den Kopf gestellt. Bis zur zweiten Drittelpause sollte sich an diesem Spielstand nichts mehr ändern. Im letzten Spielabschnitt sahen die Zuschauer im Lechparkstadion einen einzigen Sturmlauf des ERC Lechbruck. Die Flößer packten nun die Brechstange aus und wollten es unbedingt wissen. Dies eröffnete jedoch im Gegenzug Kontermöglichkeiten für Augsburg. Einen Alleingang eines Augsburgers konnte Florian Böhm nur mit einer Notbremse stoppen (52.), den fälligen Penalty hielt Markus Echtler souverän. Nochmal vom Glück geküßt spielten die Lecher munter weiter und auf den längst fälligen Ausgleich fixiert. Mit wütenden Angriffen gab es Torchancen teilweise im Sekundentakt und dann endlich erzwang Florian Böhm mit einem Schlagschuss ins linke obere Toreck den umjubelten 1:1-Ausgleich (56.). Das Stadion war nun aus dem Häuschen und die ERC-Anhänger feuerten ihre Mannschaft lautstark an, um doch noch den Sieg zu schaffen. Zwei Minuten später traf abermals Florian Böhm das Lattenkreuz des Woodstocks-Tores, dann vertendelt Dennis Gröger im gegnerischen Drittel leichtsinnig den Puck, was wiederum zu einem Alleingang eines Augsburgers führte, der diesmal von Michael Hölzle von den Beinen geholt wurde. Eine Minute vor Spielende also ein Penalty für Augsburg -sollte die Igeltaktik der Gäste tatsächlich auch noch mit einem Sieg belohnt werden? Nein, Markus Echtler entschärfte auch den zweiten Penalty der Woodstocks und rettete damit dem ERC den einen Punkt. Am Ende wußte niemand so recht, ob man nun mit dem Unentschieden zufrieden sein soll oder nicht. Gemessen an den Spielanteilen durfte nur Lechbruck als Sieger vom Eis gehen. Doch am Ende zählen nur Tore und da stellten sich die Lecher diesmal - trotz aller Überlegenheit – zu „grün“ im Abschluss an und hätten sich dadurch am Ende über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Letztendlich bewiesen die Flößer jedoch Hartnäckigkeit und Geduld und bissen sich in anerkennenswerter Weise durch das Augsburger Abwehrbollwerk. Dies wurde nach Spielende auch vom Lechbrucker Anhang mit Szenenapplaus gewürdigt.