Freiburg erringt Auswärtssieg in Stuttgart

Freiburg erringt Auswärtssieg in StuttgartFreiburg erringt Auswärtssieg in Stuttgart
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Es entwickelte sich vor 506 Zuschauern, darunter etwa 40 Freiburger Fans, wahrhaft keine hochklassige Partie, vielmehr bestimmten Kampf und Krampf das Geschehen. Während Stuttgart wenigstens eine Linie in seinem Spiel erkennen ließ, stand der EHC komplett neben sich. Verdientermaßen lagen die Rebels dank Erich Lang seit der 4. Minute vorne. Möglichkeiten zum Ausgleich waren Mangelware und doch gelang Freiburg in der 16. Minute das 1:1. Nach einer erfolgreichen Defensivaktion setzte Nikolas Linsenmaier seinen Sturmkollegen Anton Bauer in Szene. Auftrieb sollte der Treffer dem EHC indes nicht geben, alsbald verfiel man wieder in den alten Trott. Und so kam 13 Sekunden vor der Pause das, was kommen musste: Dominik Schmitt schoss die Hausherren wieder in Front.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild nicht: Stuttgart kämpfte sich zu Chancen, ohne dabei spielerisch zu überzeugen, der EHC lieferte weiterhin alles andere als eine Glanzleistung ab: zu wenig Zusammenspiel, zu harmlos die Schüsse, zu viele Fehler. Dass Steffen Bischoff in der 28. Minute auf 3:1 für die Rebels erhöhte, war zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. In der Folge hätten die Hausherren ihre Führung mittels Powerplay noch ausbauen können, scheiterten aber an EHC-Goalie Christoph Mathis. Zwar drang Freiburg danach allmählich öfter in das gegnerische Drittel vor, allerdings strahlten die Aktionen noch immer kaum Gefahr aus. Wie es anders geht, bewiesen die Gäste in der 39. Minute dann doch noch: Vehement waren sie in den Slot vorgedrungen, stellten sich endlich dem Kampf vorm Tor und Nikolas Linsenmaier bugsierte die Scheibe schließlich über die Linie zum Anschlusstreffer. Auf einmal spürte man den Wandel im Freiburger Spiel. 47 Sekunden vor der zweiten Pause hatte Tobias Kunz den erneuten Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber mit einem Penalty am starken Strharsky.

Zum letzten Drittel stellte EHC-Trainer Peter Salmik auf nur noch zwei Sturmreihen um – eine Maßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Die ersten beiden Drittel hatte der EHC abgehakt und stellte mit Wiederbeginn sofort klar, in welche Richtung das Spiel nur noch gehen sollte. Der läuferische Einsatz stimmte, die Fehlerquote wurde minimiert, die Zweikämpfe wurden ebenso wie die Bullys nun meist gewonnen, im Zusammenspiel schöpften die Freiburger ihr Offensivpotenzial aus. In der 42. Minute glich Nikolas Linsenmaier zum 3:3 aus und die Gäste waren fortan eindeutig die dominante Mannschaft auf dem Eis. Die erstmalige Führung lag in der Luft, doch mussten die Fans bis zur 52. Minute auf das 4:3 warten. EHC-Kapitän Patrick Vozar legte zu einem Sololauf an und ließ drei gegnerische Spieler stehen. Sein Pass kam zu Norman Stehle, der am langen Pfosten sicher einschob. Mit der Führung im Rücken wirkte Freiburg souverän, die Gastgeber konnten nicht mehr viel entgegensetzen. Und doch hätten die Rebels beinahe noch das 4:4 erzielt. In der 57. Minute scheiterte Stuttgart am Innenpfosten – der EHC machte im Gegenzug kurzerhand alles klar. Nach schöner Vorlage von Anton Bauer vollendete Patrick Vozar. Dank eines starken Schlussabschnitts hatte Freiburg dem Titelverteidiger den Zahn gezogen und eine Minute vor der Schlusssirene besiegelte Tobias Kunz mit dem 6:3 den hart erkämpften Auswärtssieg in der Landeshauptstadt.

Am kommenden Freitag um 20 Uhr erwartet Freiburg in der heimischen Franz-Siegel-Halle den Tabellendritten Eisbären Heilbronn zum nächsten Duell.

Tore: 1:0 (3:09) Lang (Witthöft, Kolar), 1:1 (15:33) A. Bauer (N. Linsenmaier), 2:1 (19:47) Schmitt (Becker, Pfeiffer), 3:1 (27:07) Bischoff (Schmitt, Schmidt), 3:2 (38:32) N. Linsenmaier, 3:3 (41:17) N. Linsenmaier (Rießle, Brückmann), 3:4 (51:45) N. Stehle (Vozar), 3:5 (56:47) Vozar (A. Bauer), 3:6 (58:55) T. Kunz (A. Bauer). Strafen: Stuttgart 6, Freiburg 6. Zuschauer: 506.