Finale Nummer 1 geht an die Gladiators

Finale Nummer 1 geht an die GladiatorsFinale Nummer 1 geht an die Gladiators
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Schon weit vor dem Beginn des Spiels war die Eishalle bestens gefüllt und beide Fanlager sorgten für eine finalwürdige Stimmung. In den ersten Minuten hatte die Vorisek-Truppe Oberwasser, konnte aber keine der erspielten Torchancen nutzen. Besser machten es dann die Gäste, die auf ihren Topstar Pavel Vit verzichten mussten. Kurz vor dem Ende des ersten Überzahlspiels versenkte Tarrach den Puck aus kurzer Distanz zum 0:1 im Tor von Viona Harrer. Mit der Führung im Rücken kamen die starken Sonthofener immer besser in die Partie, ein weiterer Treffer gelang vor dem ersten Pausentee allerdings keinem Team mehr. Im zweiten Drittel zeigte Sonthofen dann, warum sie verdient im Finale der Bayernliga stehen. Kompakt in der Verteidigung und durch schnelle Konter immer gefährlich, machten die Bulls aus dem Allgäu dem TSV das Leben schwer. Die Herzogstädter hatten optisch zwar mehr vom Spiel, doch wirklich große Chancen, ausgenommen ein von ERC-Torhüter Zellhuber gehaltener Alleingang von Ales Jirik, waren nicht zu verzeichnen. Und so kam es, wie es kommen musst – der ERC erhöhte durch Björn Friedl auf 2:0. Die letzten zwanzig Minuten sollten dann unvergesslich werden. Zunächst erzielte Daniel Krzizok in Überzahl den Anschlusstreffer, doch fast postwendend stellte Adrian Hack mit einem sehenswerten Rückhandschlenzer den alten Abstand wieder her. Wohl kaum jemand im Lager des TSV glaubte nun noch an die Wende. Doch die Gladiators gaben nicht auf. Angepeitscht von ihren grandiosen Fans verkürzte Ales Jirik nach einer herrlichen Kombination mit Timo Borrmann und Daniel Kriziok auf 2:3. Zum Tollhaus wurde die Eishalle, als wiederum Jirik mit einem satten Schuss in Überzahl zum 3:3 ausglich. Gut zehn Minuten vor dem Ende hatten die Gladiators aus dem 0:2- und 1:3.Rückstand also ein 3:3 gemacht. Auch wenn der TSV nun das Spiel dominierte, musste Viona Harrer das ein oder andere Mal ihre ganze Klasse beweisen. Die Entscheidung gelang den Hausherren dann gut zwei Minuten vor dem Ende. Rudi Lorenz drückte den Puck zum vielumjubelten 4:3 über die Linie. Letztlich fuhren die Erding Gladiators aufgrund ihres Siegeswillen verdient den ersten Finalsieg ein.

Ohne Druck können die Gladiators nun am nächsten Freitag zum Rückspiel nach Sonthofen fahren. Gewinnen sie, sind sie vorzeitig bayerischer Meister – geht der Sieg an Sonthofen, kommt es am nächsten Sonntag um 18 Uhr in Erding zum alles entscheidenden Showdown.