EVR zwingt Passau in die Knie

EVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale einEVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale ein
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Bei ihrem dritten Auftritt im Rahmen des Donaupokals bekam es der EV Regensburg mit dem Oberligisten Black Hawks Passau zu tun. Dabei mussten die Hausherren auf ihren Kontingentverteidiger Kristoffer Bäckström verzichten, der sich beim Lotto-Bayern-Cup in Weiden verletzte. Dennoch gewann der EVR mit 5:4.

Bereits in der ersten Spielminute hatten die Regensburger gleich den nächsten prominenten Ausfall zu verkraften. Andreas Dörfler humpelte nach einem fairen Check von der Eisfläche. Die Gäste aus der Oberliga erspielten sich zunächst ein Chancenübergewicht. EVR-Goalie Jonas Leserer musste mehrmals in allerhöchster Bedrängnis klären. In der zehnten Minute schlug es dann aber doch hinter Leserer ein. Alexander Popp ließ dem jungen Torhüter bei seinem Alleingang keinerlei Abwehrmöglichkeit. In der Folgezeit drängten die Passauer auf ihren zweiten Treffer. Doch auch im eigenen Verteidigungsdrittel mussten sie stetig auf der Hut sein. So hatten die Gäste Glück, als Mario Dörfler aus halblinker Position nur den Außenpfosten traf (13.). Als das Publikum sich schon auf die erste Drittelpause einstellen wollte, gelang den Regensburgern aber doch noch der erste Treffer. Kapitän Thomas Daffner ließ die Passauer Hintermannschaft alt aussehen und düpierte zu guter Letzt auch noch Goalie Marco Feiertag mit einem Beinschuss (20.).

Das zweite Drittel begann gleich mit einer großen Chance für die Gäste, als Altmeister John Sicinski nur die Querlatte anvisierte. Kurz darauf tauchte Sicinski erneut brandgefährlich vor Leserer auf, doch dieser konnte spektakulär mit der Fanghand retten (24.). In der 28. Minute sollte Sicinski aber doch sein erster Treffer vergönnt sein, als er eine fragwürdige Überzahlmöglichkeit zum 2:1 verwerten konnte. Zum wiederholten Male gelang es den Oberpfälzern dabei nicht, sich trotz Scheibenbesitzes aus dem eigenen Verteidigungsdrittel zu befreien. Ein weiteres Powerplay nutzte Thomas Vogl zum 3:1 (32.). Als sich kurz darauf die Hausherren einmal im Powerplay üben durften, fiel dann auch gleich der Anschlusstreffer. Martin Ritter fälschte einen Schuss von Thomas Daffner ins Passauer Gehäuse ab (36.).

Im Schlussabschnitt verschoben sich allerdings die Spielanteile. Plötzlich stellten die Regensburger das bessere Team und brachten den Oberligisten häufig in arge Bedrängnis. Es mangelte jedoch an der Chancenauswertung und in der 53. Minute wurde man kalt erwischt. Matthias Pilz erzielte aus heiterem Himmel das 4:2 für die Gäste. Mit einer guten kämpferischen Leistung arbeiteten sie sich zurück ins Spiel. Zunächst einmal hatte Thomas Daffner die passende Antwort auf den vierten Passauer Treffer parat, als er in Überzahl auf 3:4 verkürzte (55.). Die Hausherren forcierten weiter das Tempo und kamen durch Sven Gerike sogar zum inzwischen verdienten Ausgleich (58.). In der Schlussminute sollte es aber noch besser kommen, als ein Querpass von EVR-Verteidiger Benjamin Frank vors gegnerische Tor durch den Schlittschuh eines Passauer Spielers in deren eigenes Gehäuse abgefälscht wurde. (Michael Pohl)