EVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale ein

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Trotz einer 4:5-Heimniederlage gegen den ESC Haßfurt zog der EV Regensburg ins Finale des Bayernkruges ein. Da auch das Hinspiel am Freitag mit 5:4 endete, dabei allerdings mit dem besseren Ende für die Regensburger, fiel die Entscheidung erst im Penaltyschießen. Hier konnte Regensburgs Christian Setz als einziger Schütze den Puck im Tor unterbringen.

In der regulären Spielzeit gaben die behäbig wirkenden Hausherren jedoch eine ganz schwache Vorstellung ab. Gegen die, mit nur neun Feldspielern angereisten Gäste, machten sich die Regensburger durch zahlreiche Unkonzentriertheiten das Leben selbst unnötig schwer. Die Haßfurter präsentierten sich in allen Belangen spritziger und ließen die Scheibe gekonnt laufen. In der elften Minute wurden sie für ihre Mühen belohnt, als Thomas Berndaner in Überzahl mit einem Schlenzer von der blauen Linie Regensburgs Goalie Bastian Niedermeier düpieren konnte. EVR-Kapitän Thomas Daffner machte nun auf der Auswechselbank seinem Ärger über den Spielverlauf lautstark Luft. Diese Ermahnung sollte jedoch zunächst ihre Wirkung verfehlen, denn auch im zweiten Spielabschnitt taten sich die Regensburger erstaunlich schwer.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Rafael Popek auf 2:0 aus Haßfurter Sicht (21.). Der direkte Gegenzug ließ dann aber auch die Hausherren erstmals jubeln. Christian Setz überwand den starken Gästetorhüter Martin Hildenbrand zum 1:2 Anschlusstreffer. Haßfurts Stürmer Fritz Geuder scheiterte in der 25. Minute nach feiner Einzelleistung an Bastian Niedermeier. Als Thomas Bauer den EVR mit seinem Tor zum 2:2 endgültig zurück ins Spiel brachte, hoffte man darauf, dass die Regensburger nun das Geschehen kontrollieren können. Doch das Gegenteil trat ein, als es erneut zum Duell zwischen Fritz Geuder und Bastian Niedermeier kam. Geuder nutzte eine Unsicherheit von Niedermeier und hatte keine Mühe, den Puck im leeren Tor unterzubringen (33.). Aber selbst mit diesem hauchdünnen Vorsprung gaben sich die Gäste noch nicht zufrieden. Als Markus Waldvogel den am heutigen Abend unglücklich agierenden EVR-Verteidiger Michael Welter zum wiederholten Male austanzte und scheinbar mühelos das 4:2 erzielen durfte (38.) fand auch die Geduld der 904 Regensburger Zuschauer ein jähes Ende. Erstmals in dieser Saison wurden die Mannen von Sven Gerike mit einem Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet.

Im Schlussabschnitt stemmte sich zunächst Regensburgs Routinier Rainer Schuster dagegen, dass dies nach seiner Rücktrittsankündigung sein letztes Spiel im EVR-Trikot sein sollte und verkürzte auf 3:4 (42.). Ein Kräfteverschleiß war bei den wacker kämpfenden Haßfurtern aber immer noch nicht zu bemerken, denn in der Folgezeit brannte es ein ums andere Mal lichterloh vor dem Regensburger Gehäuse. Das Haßfurter erhöhten noch einmal die Schlagzahl, da ihnen dieser Zwischenstand aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore nicht zum Weiterkommen gereicht hätte. Und tatsächlich gelang es ihnen, in der 55. Minute den fünften Treffer zu erzielen. Wiederum hieß der Torschütze Fritz Geuder. Nicht auszudenken, was die Regensburger ohne ihren Kapitän Thomas Daffner wären. Und auch diesmal sollte er zum Zünglein an der Waage werden. In der 60. Minute stocherte Daffner den Puck zum 4:5 über die Linie und rettete sein Team damit in die Verlängerung. Diese sollte ergebnislos verlaufen, so dass die Entscheidung zugunsten der Regensburger erst im Penaltyschießen fiel.

Erfreulich war aus Regensburger Sicht die Leistung von Jugendspieler Marcel Brandt. Der quirlige Stürmer konnte die Haßfurter Verteidigungsreihen immer wieder durcheinander wirbeln und hat sich am heutigen Abend sicherlich für weitere Einsätze empfohlen. Im Finale treffen die Regensburger, wie schon beim Endspiel um die bayerische Landesligameisterschaft in der Vorwoche, auf den EHC Bayreuth, der die Blue Devils aus Weiden in Schach halten konnte. (Michael Pohl)