EVR springt auf Play-off-Zug

EVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale einEVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale ein
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Durch einen 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen gegen den ERV Schweinfurt sicherte sich der EV Regensburg auf den letzten Drücker die Teilnahme an den Play-offs der Bayernliga. Dabei sah die Ausgangslage für den EV Regensburg vor diesem Wochenende nicht gut aus. Man musste in sowohl in Erding, als auch beim heutigen Heimspiel punkten und zugleich auf Schützenhilfe aus einem anderen Stadion hoffen, um doch noch unter die besten acht Teams zu gelangen. Durch den Regensburger 5:1-Erfolg in Erding vom Freitag sollte es heute gegen den ERV Schweinfurt also zu einem echten Endspiel kommen. Entsprechend engagiert gingen beide Teams zu Werke und erzeugten von Beginn an hohen Druck. Die fast 4000 Zuschauer bekamen über den gesamten Spielverlauf hinweg zahlreiche Torchancen zu sehen.

Bereits nach drei Minuten stellte Bayernligatopscorer Marcel Juhasz seine Gefährlichkeit eindrucksvoll unter Beweis und brachte die Schweinfurter in Front. Als die Hausherren im Anschluss einen Mann mehr auf der Eisfläche hatten, konnten sie diesen Rückstand egalisieren. EVR-Kapitän Thomas Daffner ließ Gästegoalie Varian Kirst bei seinem platzierten Schlagschuss keinerlei Abwehrmöglichkeit (5.). Auch in der Folgezeit bewegte sich das Spiel auf hohem Niveau. Die Regensburger sollten ihre stärkste Phase zwischen der elften und 14. Minute haben, als Andreas Dörfler und zweimal Sven Gerike beste Torgelegenheiten ausließen. Besonders bei Gerikes Lattenschuss wollte das Regensburger Publikum bereits zum Torjubel ansetzen. Doch auch die Gäste standen dieser Regensburger Drangperiode in nichts nach. So traf Dan Heilman nur den Pfosten und Jens Feuerfeil hatte die neuerliche Schweinfurter Führung ebenfalls auf der Kelle.

Das Mitteldrittel begann mit einer weiteren hochkarätigen Gästechance, als der starke Stephan Trolda im Duell mit EVR-Goalie Jonas Leserer den Kürzeren zog. Nun bekamen die Hausherren wieder Aufwind und Sven Gerike überwand Varian Kirst mit einem trockenen Handgelenksschuss (29.). Nur Sekunden später konnte Jonas Leserer mit einem Supersave gegen Dan Heilman retten. Als Thomas Daffner auf der Gegenseite sogar das 3:1 erzielen konnte, deutete schon vieles auf einen Sieg der Hausherren hin. Für Ruhe in der Regensburger Hintermannschaft sorgte dieses Tor allerdings nicht. Marcel Juhasz ließ zwei EVR-Verteidiger noch in selbiger Spielminute zu Statisten verkommen und brachte die Schweinfurter mit seinem 2:3-Anschlusstreffer wieder zurück in die Partie. In der letzten Minute des zweiten Drittels sollte es für die Regensburger aber weitaus schlimmer kommen. Andreas Kleider und Dan Heilmann drehten mit einem Doppelschlag das Spiel und brachten die Oberpfälzer plötzlich wieder in Zugzwang.

Der EVR musste im letzten Drittel alles riskieren, um sich zumindest einen Punkt zu holen. Angepeitscht vom euphorischen Publikum nahmen die Regensburger ihr Herz in die Hand und setzten die Gäste mächtig unter Druck. Immer wieder konnte Varian Kirst den vierten Regensburger Treffer verhindern. Als Andreas Tahedl in der 46. Minute dann doch den verdienten Ausgleich erzielte, kochte die Stimmung förmlich über. Die Regensburger retteten dieses Ergebnis über die Zeit und durften durch die gleichzeitige Niederlage der Peißenberger in Miesbach den Playoffeinzug feiern.

Im anschließenden Penaltyschießen gelang Thomas Daffner der einzige Treffer, weshalb man letztlich auch am ERV Schweinfurt vorbeiziehen konnte und die reguläre Saison auf dem siebten Tabellenplatz abschließt. (Michael Pohl)