EVR siegt vor grandioser Kulisse erneut gegen Weiden

EVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale einEVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale ein
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Eine Stimmung wie zu besten Zweitligazeiten herrschte beim Landesliga-Heimspiel des EV Regensburg gegen den 1. EV Weiden. 3714 Zuschauer sahen dabei einen 5:4-Erfolg der Regensburger, die damit auch den zweiten Derbyvergleich gegen die Gäste für sich entscheiden konnten.

In der Anfangsphase war das Spiel beider Teams von großer Nervosität geprägt. Das erste Ausrufezeichen markierte Christian Setz, der in der fünften Minute nur den Außenpfosten traf. Auch auf der Gegenseite musste kurz darauf das Gestänge für Regensburgs Goalie Jonas Leserer retten. In der elften Minute fiel dann aber doch der erste Treffer der Partie. Christian Setz brachte die Gastgeber in Überzahl mit 1:0 in Führung. Überhaupt präsentierte sich der Stürmer nach überstandener Verletzungspause in vorzüglicher Verfassung. In der 17. Minute bediente er Sven Gerike mustergültig, dieser scheiterte jedoch an Eugen Weidenbach im Weidener Gehäuse. Kurz vor Ende des ersten Drittels war es dann erneut Setz, der bei numerischer Überlegenheit den 2:0-Pausenstand herstellte (19.).

Kurz nach Beginn des Mitteldrittels klingelte es dann auch schon wieder im Kasten von Weidenbach. Sven Gerike erzielte das vielumjubelte 3:0. In der 24. Minute witterten die Gäste dann aber wieder Morgenluft, als Johannes Schmid per Bauerntrick auf 1:3 verkürzen konnte. Je länger das Spiel dauerte, desto ruppiger wurde die Partie. Als die Regensburger ab der 26. Minute eine 5:3-Überzahlmöglichkeit erhielten, ließen sie sich nicht lange bitten. Christian Setz trug sich dabei bereits zum dritten Mal in die Torschützenliste ein. Weidens Routinier Jan Penk hatte es schließlich auf dem Schläger, sein Team wieder zurück ins Spiel zu bringen. Doch auch er visierte mit seinem Schlagschuss von der blauen Linie nur den Pfosten an (29.). Die vermeintliche Vorentscheidung zugunsten der Regensburger gelang dann Robert Schreyer in der 32. Minute. Erneut kam dabei das Zuspiel von Christian Setz, der damit an allen fünf Regensburger Treffern beteiligt war. Nun hatte auch Eugen Weidenbach genug und verließ seinen Kasten für Christian Meiler. Dieser sollte bis zum Ende der Partie seine weiße Weste behalten.

Im Schlussabschnitt fanden die Gäste dann tatsächlich noch einmal zurück ins Spiel. Insbesondere, weil sich die Regensburger zu zahlreichen unnötigen Strafzeiten hinreißen ließen. So durften sich die Gäste dann auch gleich zu Beginn des letzten Drittels mit zwei Mann mehr auf dem Eis beweisen. Michael Kirchberger verkürzte zunächst einmal auf 2:5 (43.). Doch die Gäste schlugen in dieser Überzahlsituation noch ein weiteres Mal zu. Florian Domke nutzte eine Unaufmerksamkeit von Sven Gerike zum dritten Weidener Treffer an diesem Abend (45.). Plötzlich kehrte auch wieder die Spannung ins Derby zurück, denn die Weidener spielten nach diesem Doppelschlag wie beflügelt auf. Immer wieder brannte es in den Folgeminuten lichterloh vor dem Regensburger Gehäuse. Beide Fanlager sorgten jetzt für eine fantastische Stimmung und peitschten ihre Teams nach vorne.

Als die Regensburger ab der 50. Minute wiederum zwei Spieler weniger auf der Eisfläche hatten, waren die Gäste erneut erfolgreich. Johannes Schmid sorgte für den 4:5 Anschlusstreffer (51.). Die Regensburger verloren jetzt vollkommen den Faden und konnten sich oftmals nur durch Befreiungsschläge entlasten. In den letzten Minuten brachten sich die Gäste durch zahlreiche Undiszipliniertheiten aber selbst um die mögliche Ausgleichschance. So kassierten die Weidener Strafzeit um Strafzeit und machten es den Hausherren einfach, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. (Michael Pohl)