EVL-Wochenende im Zeichen des „P“

EVL-Wochenende im Zeichen des „P“EVL-Wochenende im Zeichen des „P“
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„Das P für Pech wollen wir uns diesmal sparen“, sagt Trainer Michael Rossi, der eher noch ein anderes Wort dieses Anfangsbuchstabens ins Spiel bringt. „Positiv denken ist wichtig. Denn Rückblickend war es positiv, nach den Nackenschlägen gegen Memmingen und dem späten Rückstand doch noch einen Punkt geholt zu haben.“

Was nichts an der Tatsache ändert, dass die Islanders nun fünfmal in Serie nicht gewonnen haben. Ein Umstand, den sie mit dem heutigen Gegner TSV Peißenberg gemeinsam haben. Auch die „Eishackler“ gewannen ihr erstes Saisonspiel und holten seither nur noch einen Punkt. Für den Traditionsverein, der in der vergangenen Saison sogar an das Tor zum Halbfinale klopfte und in den Anspruch hat, zum oberen Bayernliga- Drittel zu gehören, ein unzumutbarer Zustand, der schon Konsequenzen in Form eines Trainerwechsels hatte: Anstelle des Gespanns Hans Pfleger und Dieter Maier steht in Lindau erstmals der ehemalige tschechische Nationalspieler Stanislav Meciar an der Bande. „Klar gibt das immer einen Impuls, aber wir schauen nur auf uns“; sagt Rossi, der erneut genug eigene – Achtung, P-Wort - Probleme zu lösen hat. So muss er ohne Kontingentspieler auskommen, da Jim Nagle kurzfristig für seinen Arbeitgeber ins Ausland reisen musste, dazu ist Christof Hehle nach seiner Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Sonntag gesperrt.

So sind von den beiden Topreihen der gelungenen Saisonvorbereitung nur noch zwei Spieler übrig, Mike Dolezal und Stephan Trolda. „Dafür rücken mit Timo Krohnfoth und erstmals Dominic Mahren Lindauer Eigengewächse in die erste und zweite Reihe auf. Ich hoffe, dass sie ihre Chance nutzen“, sagt Rossi, der mit Peter Kraus auch auf den zweiten „Stand By Spieler“ zugreifen und somit auf drei Reihen bauen kann. Dass im siebten Spiel zum siebten Mal neue Sturm- Kombinationen auflaufen wird beim EVL schon gar nicht mehr thematisiert. „Dadurch ist vieles unruhiger und auch der Spielfluss behindert, ähnlich wie letztes Jahr. Das müssen wir aber hinter uns lassen. Wir haben immer noch genug gestandene Spieler mit Qualität im Kader“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Letztlich sei alles eine Willenssache und die Sache eines weiteren wichtigen „P“: Nämlich der Psyche.