EVL verschenkt zwei Punkte in HöchstadtEV Lindau

EVL verschenkt zwei Punkte in HöchstadtEVL verschenkt zwei Punkte in Höchstadt
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Interessante Personalrochaden zeigten beide Vereine bei dieser Partie mit Endspiel Charakter. Während die Gastgeber ihren gesperrten Spielertrainer Daniel Jun auf der Ausländerposition mit Jakub Klima ersetzten und kurzfristig noch Steven Maier vom Oberligisten Regensburg verpflichteten, ging bei den Islanders Pavel Mojtek als Spielertrainer auf das Eis. Nachwuchs Headcoach Willy Bauer kehrte dafür als zusätzliche Unterstützung zum Coaching an die Bande zurück. „Nach dem Ausfall unseres Topscorers Nikolas Oppenberger haben wir einige Varianten durchgespielt und sind dann gemeinsam zu dieser Entscheidung gekommen“, sagte der sportliche Leiter Bernd Wucher zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme. „Wir wollen alles Mögliche und Sinnvolle für den Erfolg tun, da wir immer noch ganz nah dran sind.“ Ein Plus sei es dabei, dass Willy Bauer und Pavel Mojtek glänzend harmonierten und die Mannschaft diese Verstärkung ebenfalls begrüßt habe. „Ein Sonderlob auch an Pavel, dass er sich zur Verfügung stellt.“

Dementsprechend gingen die Islanders zu Werke und dominierten fast zwei Drittel lang die Partie. Schon in den ersten Minuten hatte der starke HEC- Keeper Ronny Glaser einiges zu tun, klärte gegen Mike Dolezal, Dominic Mahren und Daniel Pfeiffer. Nur gelegentlich kamen die Alligators vor das EVL- Tor, waren dabei aber brandgefährlich. Zweimal verhinderte Torhüter Varian Kirst mit großartigen Paraden einen Gegentreffer. Dazwischen lag der Führungstreffer der Gäste. Nach einer tollen Kombination über Tobias Fuchs und Pavel Mojtek stand Timo Krohnfoth frei vor Glaser, spielte diesen aus und traf in der 13. Minute zur Führung. Versäumten die Gäste im starken ersten Drittel, diese auszubauen, so holten sie das bald nach.

In der 24. Minute schien Krohnfoth die Scheibe schon verloren zu haben, setzte sich aber energisch durch und schoss zum 0:2 ein. Nur eineinhalb Minuten später nutzten die Gäste ihr drittes Powerplay in einem fairen und von Schiedsrichter Franzreb glänzend geleiteten Spiel, zum dritten Treffer. Benjamin Arnold war es, der einen Fuchs- Schuss von blauen Linie unhaltbar abfälschte. „Der Gegner war in diesem Moment am Boden. Wir haben es aber versäumt, den Sack zu zumachen und nicht clever genug agiert“, schilderte Vorstand Marc Hindelang das, was folgte. Lubos Sekula hatte zwar das 0:4 auf dem Schläger, scheiterte aber. Danach agierten die Lindauer zu Offensiv und zu sorglos – und wurden ausgekontert. Thilo Grau konnte allein auf Kirst zulaufen und diesen zum 1:3 überwinden (36.). „Das darf auswärts einfach nicht passieren, das hat den Gegner stark gemacht“, sagte Pavel Mojtek über den Wendepunkt der Partie. Mike Dolezal hätte den verhindern können, vergab aber freistehend kurz vor der Pause.

Danach wurde der Druck der Alligators größer, zudem ging dem EVL die Luft aus. Fehler im Aufbau unter Druck, kaum noch Entlastung nach vorne – so sah das letzte Drittel über weite Strecken aus. Höchstadt spielte aggressiver und nutzte gleich seine erste Überzahlmöglichkeit im Schlussabschnitt durch Andre Lenk zum Anschlusstreffer (44.). Neun weitere Minuten ging das Roulettespiel der Islanders noch gut. Dann waren sie hinten erneut zu offen und mussten erneut durch das starke HEC - Duo Lenk und Grau den Ausgleich hinnehmen. Letzterer war es, der konsequenter als die Lindauer agierte und den Nachschuss in der 53. Minute im Tor unterbrachte. „Unsere Reaktion darauf war dann wieder absolut in Ordnung. Das zeigt, dass wir Herz haben“, sagte Hindelang. Denn in den Schlussminuten machten die Gäste wieder Druck und versuchten den Sieg in der regulären Spielzeit zu ermöglichen. Chancen waren noch genügend da. Die letzte kurz vor Schluss hatte Pavel Mojtek selbst. Es wäre eine schöne Schlusspointe für die Islanders gewesen. Die gehörte dann aber den Alligators, für die Jakub Klima den siegbringenden Penalty zum 4:3 verwandelte, der Höchstadt ganz nach an die Meisterrunde bringt. „Wir sind aber weiter im Rennen. Ich bin sicher, dass wir Zehnter werden, wenn wir die beiden letzten Spiele gewinnen“, sagte Willy Bauer. Auch wenn man zwei Punkte aus der Hand gegeben habe, wisse man nicht, was der eine Zähler, den man geholt habe, noch wert sei.

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