EVL startet mit Sieg in die AbstiegsrundeEV Lindau

EVL startet mit Sieg in die AbstiegsrundeEVL startet mit Sieg in die Abstiegsrunde
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Zu keiner Phase der Partie warenm die Lindauer gegen harmlose Gäste in Gefahr, sicherten sich die drei Punkte mit einer konzentrierten und seriösen Leistung. „Es war sicherlich vom Tempo her kein Spiel wie die letzten, die wir in der Vorrunde gezeigt haben. Aber wir haben einen Weg gefunden, zu gewinnen“, sagte EVL- Trainer Pavel Mojtek.

Der war wieder an die Bande zurückgekehrt und ließ wegen des Stürmermangels Alexandre Santos auf der Position des Kontingentspielers anstelle von Verteidiger Lubos Sekula auflaufen. Der Kanadier dankte den Einsatz mit einer engaierten Leistung und vier Scorerpunkten. Gleich am ersten Tor der Lindauer war Santos mit beteiligt. Sein Zuspiel leitete Tobias Fuchs weiter zu Sascha Paul, der den EVL nach sieben Minuten in Führung brachte. Fiel dieser Treffer bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis, so nutzten die Lindauer danach jeweils ihre Überzahlsituationen. Martin Masak zeichnete nach Santos Vorlage für das 2:0 verantwortlich (10.) und nach dem schnellen Anschlusstreffer der Wanderers eine Minute später war es Santos selbst, der in der 16. Minute zum Pausenstand von 3:1 traf.

295 Zuschauer hatten ein unterhaltsames erstes Drittel gesehen, dem die Islanders weiterhin ein routiniertes und überlegenes Spiel folgen ließen. Dass zunächst nur ein weiterer Treffer durch Sascha Paul in der 27. Minute heraussprang und Germering nach 37 Minuten auf 4:2 verkürzen konnte, dokumentierte den Spielverlauf nur ungenau. Bevor die Partie noch hätte spannend werden können markierte Mike Dolezal 54 Sekunden vor der zweiten Pause das 5:2.

Danach wurde nur noch wenig Eishockey gespielt. Die Partie war im letzten Drittel ruppig und durch zahlreiche Strafzeiten zerfahren. Spielerisch bekamen die Zuschauer Magerkost zu sehen. Immerhin sorgte Timo Krohnfoth mit seinem Tor zum 6:2 in der 48. Minute noch für einen erfreulichen Abschluss für den EVL und einen unerwartet deutlichen Sieg zum Auftakt der Abstegsrunde.

Das zweite Spiel der Bayernliga- Abstiegsrunde führt den EV Lindau gleich zum schwierigsten Gegner, dem EHC Waldkraiburg. Dort versuchen die Lindauer am Sonntag (17.15 Uhr) erstmals in dieser Saison gegen die Oberbayern zu punkten.

Für Waldkraiburg ist es nach der Partie vom Freitag gegen Nürnberg (6:3) bereits das zweite Heimspiel zum Start der Relegation. So könnten die „Löwen“ also schon am ersten Wochenende die Weichen in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt stellen. Dabei hat sich personell einiges beim EHC getan. So wurde der Kontingentspieler ausgetauscht. Für Verteidiger Jan Loboda, der inzwischen beim West-Oberligisten Kassel Huskies angeheuert hat, wurde der tschechische Stürmer Lukas Miculka verpflichtet, der in fünf Spielen beachtliche acht Tore und fünf Vorlagen erzielte. Erstaunlicherweise haben die Löwen mit Martin Führmann in der vergangenen Woche aber auch ihren Topscorer ziehen lassen. Der 30jährige 15fache Torschütze bat um Auflösung seines Vertrages, um noch einmal Aufstiegsrunde spielen zu können und wechselt sofort zum ESC Dorfen.


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