EVL startet mit Derby in die AbstiegsrundeEV Lindau

EVL startet mit Derby in die AbstiegsrundeEVL startet mit Derby in die Abstiegsrunde
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Auch wenn beide Teams in der Vorrunde 18 Punkte trennten, so darf man durchaus ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Zu sehr schmerzt die Islanders noch die 1:2-Heimniederlage vom letzten Aufeinandertreffen. Zwei Tage zuvor hatten die Lindauer noch 8:1 bei den Wanderers gewonnen. „Wir wollen natürlich einen guten Start hinlegen und brauchen den auch für diese Runde“, sagt EVL-Trainer Pavel Mojtek, der wieder ausschließlich an der Bande tätig sein wird. Mit der Folge, dass mit ihm und dem nach wie vor verletzten Nikolas Oppenberger zwei gute Stürmer weniger auf dem Spielbericht stehen werden. Auch im Training fehlte der ein oder andere Akteur erkrankt. „Es ist normal wenn man so lange unter Druck gespielt hat, dass Menschen krank werden, wenn eine Entscheidung gefallen ist. Für mich macht es die Arbeit allerdings nicht leichter“, sagt Mojtek. Darüber hinaus bleibt die Frage, wie sehr den Lindauern diese Entscheidung, das Verpassen des zehnten Platzes noch nachhängt. „Das darf es nicht“, sagt der zweite Vorsitzende des EVL, Bernd Wucher. „Wir erwarten von jedem einzelnen Spieler sechsmal volles Engagement und vom Team eine gute Platzierung in dieser Runde. Alles andere ist nicht diskutabel. Das sind wir unseren Zuschauern schuldig.“ Denn die Islanders hatten in der Vorrunde den drittbesten Zuschauerschnitt der gesamten Liga (711). Das sei eine Verpflichtung. „Wer die nicht eingeht, der wird nächstes Jahr keinen Platz in unserem Kader haben.“

Schon jetzt befinden sich die Islanders ohnehin in der Saisonanalyse, in die die Eindrücke der Abstiegsrunde natürlich einfließen werden. „Wir sind eine Mannschaft, die über den Kampf kommt und weniger über das spielerische“, sagt Pavel Mojtek. „Wir haben viele Strafminuten, sind aber auch das Team, das am häufigsten gefoult wird. Da sind die Statistiken eindeutig.“ In der Tat: Kein anderes Team spielte mit 290 Minuten Powerplay so häufig in Überzahl wie der EVL. Dem stehen 239 Unterzahlminuten der Islanders gegenüber. Zwei Teams haben mehr. Auf dieser Seite der Statistik müssen die Islanders sich deutlich verbessern.

Nun treffen die Lindauer auf Teams, die ebenfalls fighten, weshalb es ja auch Abstiegskampf heißt. Gerade die Wanderers aus Germering spielen mit ihrer jungen Mannschaft konsequent auf den Körper. Weshalb es spannend zu sehen sein wird, wie die Lindauer, denen aufgrund ihrer Vorrundenplatzierung natürlich die Favoritenrolle zugeschoben wird, damit umgehen. „Auch hier sind unsere Erwartungen ganz eindeutig: Niemand will irgendwelches Gejammer hören“, sagt Sportchef Wucher. Der EV Lindau habe sechs sehr schwere Aufgaben vor sich. Die könne man nur lösen, wenn man so wie in den letzten Spielen der Vorrunde als Mannschaft agieren, die vor allem eines ist: Gemeinsam entschlossen zu gewinnen.


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