EVL nun auswärts auf dem PrüfstandEV Lindau

EVL nun auswärts auf dem PrüfstandEVL nun auswärts auf dem Prüfstand
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Nürnberg? Da war doch was? Genau: Die Islanders waren vergangene Saison das einzige Team gegen das die Franken in der Hauptrunde einen „Dreier“ landen konnten. In der Saisonanalyse der Islanders gilt diese 3:5 Niederlage als ein entscheidender „Sargnagel“ dafür, dass die Lindauer die Zwischenrunde verpassten, fehlten dem EVL doch exakt drei Punkte, um dieses Ziel zu erreichen. „Das alleine sollte genügen, den Gegner nicht zu unterschätzen. So etwas darf uns nicht noch einmal passieren“, sagt Team- Manager Sebastian Schwarzbart.

Allerdings scheinen sich die „Achtzger“ sich entwickelt zu haben. „Die beiden letzten Jahre haben uns weitergebracht“, sagt Sergej Hatkevich, der als Spielertrainer vergangene Saison mit dem EHC auch sportlich den Klassenerhalt schaffte. In dieser Saison holten die Nürnberger schon im ersten Heimspiel ihren ersten Sieg, der gegen Aufsteiger Regen mit 6:1 recht deutlich ausfiel. Anschließend setzte es zwar eine 4:7 Niederlage gegen Mitterteich – hier waren die Franken aber am Ende noch nah an einem Punktgewinn dran. Das letzte Heim-Ergebnis (1:12 gegen Sonthofen) kann man getrost aus der Wertung nehmen. Hier schonte Hatkevich seinen DEL- erfahrenen Nummer Eins Torhüter Tobias Güttner. Hatkevich: „Unser Saisonziel ist Platz zehn und dann der Klassenerhalt“ - da will der EHC, bei dem die Eigengewächse Michael Hahn (4 Treffer) und Dominik Härtlein (3) die Torschützenliste anführen, seine Punkte gegen andere Teams holen.

Damit dies gegen den EVL nicht gelingt, wollen die Lindauer ihre spielerische und kämpferische Linie beibehalten. Ein erfreulicher Aspekt sind hier die wenigen Strafen, die die Islanders bisher hinnehmen mussten. Rechnet man die beiden Disziplinarstrafen wegen Meckerns heraus, haben nur Mitterteich, Pfaffenhofen und Sonthofen weniger Strafen als der EVL kassiert. Insgesamt liegen die Lindauer auf Platz Sieben der Fairness- Tabelle – die übrigens von Nürnberg angeführt wird. Ein weiteres Zeichen für die Weiterentwicklung beider Teams, die letzte Saison am häufigsten in der Kühlbox saßen. Jetzt müssen die Lindauer nur noch ihr Unterzahlspiel verbessern, dann könnte es mit den ersten Auswärtspunkten klappen. „Das ist auf fremdem Eis elementar. Alle Bayernligisten haben ein gutes Powerplay und als Auswärtsteam bekommt man halt oft die eine oder andere Strafe mehr“, sagt Spielertrainer Martin Masak zur Partie, die übrigens in der Haupthalle der Arena Nürnberger Versicherung stattfindet, wo es sonst um Punkte in der DEL geht.