EVL kann aus eigener Kraft Zehnter werdenEV Lindau

EVL kann aus eigener Kraft Zehnter werdenEVL kann aus eigener Kraft Zehnter werden
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Allerdings war es eine schwere Geburt gegen das mit nur 13 Spielern angereiste Schlusslicht. Zwar hatten die Islanders in den ersten beiden Wechseln schon große Chancen, in Führung zu gehen,  bekamen aber sofort die kalte Dusche. Mit seiner ersten Chance ging der EHC 80 nach 60 Sekunden in Führung. „Das hat schon für einen Bruch in unserem Spiel gesorgt“, sagte EVL- Teammanager Sebastian Schwarzbart. Denn der Treffer nahm erst einmal den Schwung aus dem Spiel der Islanders, denen mit Nikolas Oppenberger und Pavel Mojtek zudem wichtige Offensivkräfte fehlten. Auch der Ausgleich durch Benjamin Arnold, der in der siebten Minute einen Schuss von Pavel Mojtek unhaltbar abfälschte, gab den Lindauern nicht die nötige Sicherheit in diesem zerfahrenen ersten Drittel. Zudem spielte der Außenseiter mit Selbstvertrauen mit und kam mit einfachsten Mitteln zum Erfolg. In Überzahl erzielte Martin Wiener seinen zweiten Treffer und brachte die Franken erneut in Führung (13.). Es hätte noch schlimmer kommen können, denn unmittelbar danach mussten die Islanders erneut in Unterzahl antreten. Diese nutzten sie aber zum Ausgleich. Dominic Mahren setzte sich rechts sehenswert durch, bediente Mike Dolezal, der eine Minute später zum Ausgleich traf.

Ab dem zweiten Drittel war der EVL dann im Kopf mehr beim Spiel gegen Nürnberg als schon beim Finale am Sonntag in Dorfen. Konzentrierter und druckvoller agierten die Islanders, was sich vor allem in Überzahl Niederschlug. 49 Sekunden waren erst gespielt, als Martin Masak zur erstmaligen Führung einschoss. Die Lindauer hatten mehr vom Spiel, machten Druck, was die Gäste zunehmend zu Strafen zwang. Es dauerte aber bis zur 34. Minute, ehe die Islanders in doppelter Überzahl zum Erfolg kamen. Lubos Sekulas Schuss schlug unhaltbar für den vielbeschäftigten EHC-Keeper Philipp Schnierstein im Tor ein, dem Mike Dolezal die Sicht genommen hatte. Auch das 5:2 fiel bei Lindauer Überzahl. Erneut war es Masak, der mit einem Distanzschuss traf (37.). Allerdings war das noch nicht die Entscheidung, denn die Gäste profitierten nur Sekunden später von einem Lindauer Fehler und kamen durch Björn Reiser wieder auf 5:3 heran. Sogar das 5:4 war noch vor der Pause möglich, das verhinderte aber Varian Kirst. Der Torhüter stand nach seiner Vertragsverlängerung ohnehin im Mittelpnkt der Ovationen der 565 Zuschauer.

Die sahen dann im Schlussabschnitt einen souverän agierenden EVL, der gegen abbauende Nürnberger nichts mehr anbrennen und der Pflicht dann auch die Kür mit drei weiteren Toren folgen ließ. Erst schnürte Lubos Sekula mit dem 6:3 einen Doppelpack (52.), dem der sehr starke Mike Dolezal ebenfalls einen folgen ließ. Listig seine Aktion in der 54. Minute als er hinter dem Tor stehend, EHC-Goalie Schnierstein anschoss, von dem der Puck ins Netz prallte. Den Schlusspunkt setzte Sascha Paul in Überzahl, der zwei Minuten vor dem Ende einen Fuchs-Schuss zum standesgemäßen 8:3-Endstand  abfälschte.

Mit einer guten Nachricht im Rücken reist der EV Lindau zudem am Sonntag zum letzten Vorrundenspiel der Bayernliga. Denn am Rande des Spiels gegen Nürnberg war der Jubel groß, als die Vertragsverlängerung von Torhüter Varian Kirst bekanntgegeben wurde. „Er ist eine zentrale Figur in unserem Spiel. Leider mussten wir neunmal auf ihn verzichten, das hat uns sicher auch Punkte gekostet“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Dies sei nicht als Kritik an Kirsts Vertretern zu werten. „Aber es ist einfach so, dass die ganze Mannschaft ein wenig anders auftritt, wenn sie einen solchen Mann im Rücken hat.“ Das wird durch die Statistik unterstützt: In 15

Spielen hat Kirst nur 2,7 Gegentore im Schnitt kassiert, das ist der viertbeste Wert aller Keeper in der Bayernliga. Vor dem 35-Jährigen rangieren lediglich die Torhüter des Spitzenduos Sonthofen (Thomas Zellhuber und Max Hornik) sowie Bayreuth (Julian Bädermann). Das ist mehr als ein Qualitätsnachweis. „Er hat uns in jedem Spiel eine Chance gegeben zu gewinnen“, sagt Trainer Pavel Mojtek, der in Dorfen ein letztes Mal für den EVL auf dem Eis auflaufen wird.

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