EVL erleidet Rückschlag in MemmingenEV Lindau

EVL erleidet Rückschlag in MemmingenEVL erleidet Rückschlag in Memmingen
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Ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel mussten die Lindauer ohne zwei Topverteidiger auskommen. Kapitän Martin Masak und Lubos Sekula fielen neben Stürmer Matthias Schwarzbart krank und verletzt aus. Weil Alexandre Santos zudem beruflich unabkömmlich war, trat der EVL ohne Ausländer an.

Dennoch begannen die Lindauer druckvoll, liefen aber gleich zweimal in Konter der Indians, so dass es nach einer Minute und 40 Sekunden 2:0 für die Gastgeber stand. Davon ließen sich die Lindauer aber nicht schocken. Ein sehenswertes Tor von Sascha Paul sorgte nach fünf Minuten für den Anschlusstreffer. Fortan agierten die Islanders vor der phantastischen Kulisse von 1220 Zuschauern auf Augenhöhe, und holten sich gegen einen starken Gegner mehr Spielanteile.

Das wurde im zweiten Drittel belohnt. In Überzahl erzielte Bernhard Leiprecht den Ausgleich (27.), vier Minuten später brachte Zdenek Cech die Islanders sogar in Führung. Allerdings mussten sie zu diesem Zeitpunkt einen weiteren bitteren Ausfall verkraften. Der in den letzten Wochen beste Lindauer, Nikolas Oppenberger, war nach einem Foul nicht mehr einsatzfähig. „Ich fürchte, das ist etwas langfristiges“, sagte Trainer Pavel Mojtek. Dazu kam, dass die Lindauer noch zwei Alleingänge nicht nutzten, sonst hätten sie die Führung ausbauen, oder nach dem 3:3 in der 35. Minute erneut in Frontgehen können. „Wir haben zu dem Zeitpunkt aber schon den Verschleiß zu spüren begonnen. Memmingen ist eine gute, schnelle und wendige Mannschaft, die nicht nachgelassen hat“, sagte Mojtek.

Das zeigte sich dann im letzten Drittel, in dem die Islanders einen krassen Einbruch erlitten. Wieder war es ein Fehler der Gäste, der in der 43. Minute einen schnellen Gegenzug der Allgäuer ermöglichte. Patrick Zimmermann ließ bei seinem Alleingang Kirst keine Chance, nur drei Minuten später erhöhte Markus Kerber auf 5:3. „Danach war das Spiel gelaufen. Bei vielen meiner Spieler, gerade denen, die nach einer längeren Pause zurück kamen, war die Kraft weg“, sagte Mojtek. Im selben Maße, wie die Lindauer abbauten, spielte sich der ECDC in einen Spielrausch. Im Drei Minuten- Takt erhöhten die Indians bis auf 9:3, so dass es am Ende ein bitterer Abend wurde. „Letztendlich ist es aber egal wie hoch man verliert. In unserer Situation geht es nur um Punkte. Die haben wir nicht geholt, können  Platz zehn aber immer noch schaffen“, sagte der sportliche Leiter Bernd Wucher. Das kommende Spiel in Höchstadt sei dabei sicher wegweisend. Bis dahin müsse man schnell versuchen, die Niederlage wegzustecken. Die Fähigkeit dazu habe die Mannschaft.