EVL erfolgreich auf DrachenjagdEV Lindau

EVL erfolgreich auf DrachenjagdEVL erfolgreich auf Drachenjagd
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Die Grundlage zum 6:3 (4:0, 1:0, 1:3) legten die Islanders schon im ersten Durchgang in dem sie dort weitermachten, wo sie gegen Regen aufhörten und gleich viermal trafen. „Wir haben auch in den anderen Heimspielen dominant begonnen. Der Unterschied war diesmal, dass wir diesmal eiskalt bei der Chancenverwertung waren“, sagte Team-Manager Sebastian Schwarzbart. Dabei tat sich besonders die Sturmreihe mit Michyl Mlynek, Zdenek Cech und Jiri Mikesz hervor, die für alle Tore verantwortlich zeichnete. Schon nach fünf Minuten nutzte Michal Mlynek eine Unsicherheit von Gästetorhüter Lukas Stolz, der einen harten Schuss von Lubos Sekula nicht festhalten konnte zur frühen Lindauer Führung. Nur zwei Minuten später erhöhten die Islanders gleich bei ihrem ersten Powerplay, wobei Zdenek Cech einen schön anzusehenden Spielzug vollendete. Im selben Maße, wie die Lindauer zunehmend Selbstvertrauen und Spielstärke gewannen, wirkte der Aufsteiger verunsichert. Die Islanders dominierten weiter, kamen zu zahlreichen Chancen und begeisterten die 750 Zuschauer vor allem beim Tor zum 3:0. In der 16. Minute war es eine überragende Kombination der „MCM“- Reihe an deren Ende Cech nach Vorlagen von Mikesz und Mlynek den Puck nur noch ins leere Tor schieben musste. Mit Jiri Mikez trug sich eine Minute vor der Pause dann auch noch der dritte Mann mit dem 4:0 in die Torschützenliste ein.

„Schade, dass danach Drittelpause war, die hätten wir nicht wirklich gebraucht“, sagte Schwarzbart. Aber auch so legten die Lindauer gleich zu Beginn des Mitteldrittels nach. Wieder war es ein Überzahltor von Cech, das nach 23 Minuten für noch klarere Verhältnisse sorgte. So früh im Spiel war es gegen einen gut aufgestellten Gegner aber ein trügerisches Ergebnis. Während es die Lindauer dazu verleitete weiter „schön“ zu spielen, begannen die Gäste, sich zu wehren, spielten aggressiver und kamen zu ersten Chancen. Dennoch ging es mit 5:0 in die zweite Pause.

Im Schussabschnitt kam schnell etwas Hektik auf. Es folgten Strafen, die den Spielrhythmus des EVL weiter störten und ein Doppelschlag, der die Gäste ins Spiel zurück brachte. Zunächst trafen die Oberpfälzer im Powerplay (47.), zwei Minuten später nutzten sie einen individuellen Lindauer Fehler zum 5:2. Beide Male war Ales Kreuzer der Torschütze. „Danach hat man schon gesehen, dass Mitterteich eine läuferisch und spielerisch sehr starke Mannschaft ist, die diese Saison vorne mitspielen wird“, sagte Schwarzbart. Die Unterfranken versuchten weiter den Druck zu erhöhen, allerdings hielten die Lindauer auch gut dagegen. „Was die Defensive betrifft, hat mir heute die Reihe um Marco Miller sehr gut gefallen, die einen tollen Job gemacht und sehr hart gearbeitet hat“, lobte Spielertrainer Martin Masak anschließend, auch Neuzugang Philipp Haug machte mit viel Übersicht und Zweikampfstärke im eigenen Drittel seine bisher beste Partie im Lindauer Trikot.

Dennoch wurde es noch einmal spannend, da die Islanders es zweimal versäumten, bei ihren Kontern mit einem sechsten Treffer alles klar zu machen. Sechs Minuten vor dem Ende war es dann Marvin Deske, der auf 5:3 verkürzte. Darauf folgten dramatische Sekunden. Direkt nach dem nächsten Bully griffen die Gäste erneut an und kamen durch Kreuzer zu einer Großchance auf das 5:4. Die vereitelte allerdings EVL- Goalie Varian Kirst mit einer Glanztat – aus dem Abpraller entstand ein Konter, den Mikesz dann zum letztlich entscheidenden Treffer nutzte. All dies passierte innerhalb von nur 15 Sekunden, nach denen der EV Lindau als verdienter Sieger feststand und mit drei Siegen aus vier Spielen seinen besten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg hinlegte.