EVL dreht Drei-Tore-Rückstand in Moosburg und empfängt PfaffenhofenEV Lindau

EVL dreht Drei-Tore-Rückstand in Moosburg und empfängt PfaffenhofenEVL dreht Drei-Tore-Rückstand in Moosburg und empfängt Pfaffenhofen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dabei hatte das so Trainer Pavel Mojtek „unglaubliche Spiel“ katastrophal für die Lindauer begonnen, bei denen Bernhard Leiprecht, Benjamin Arnold und Alexandre Santos nach ihren schweren Verletzungen wieder dabei waren und Dominik Mahren ein solides Saisondebüt feierte. Denn schon der erste Schuss auf das Lindauer Tor vom ebenfalls dreifachen Torschützen Florian Fischer nach erst 15 Sekunden war drin. Ein nachhaltiger Schock für die Gäste, die im ersten Drittel nur reagieren konnten und kaum Spielanteile hatten. Moosburg dagegen setzte die Islanders weiter unter Druck und erhöhte durch zwei weitere Tore von Philipp Weinzierl und Fischer bis zur zehnten Minute auf 3:0. Auch nach der anschließend von Mojtek genommenen Auszeit kamen die Gäste schwer ins Spiel. Besserung brachte erst das erste Tor von Nikolas Oppenberger. „Das war wichtig. Es hat das Spiel verändert“, sagte Mojtek.

Mit Beginn des zweiten Drittels spielte der EVL zielstrebiger und hatte mehr Aktionen vor dem Tor des neuen Moosburger Keepers Thomas Hingel. Zunächst mussten die Gäste aber einen Rückschlag verkraften. In doppelter Überzahl erzielte Thomas Daffner sein „obligatorisches“ Tor gegen den EVL zum 4:1. Wieder ein schneller Gegentreffer, diesmal nach 37 Sekunden. Der EVL stand aber wieder auf und ließ sich nicht davon entmutigen, dass Oppenbergers 4:2 in der 25. Minute nur 23 Sekunden später wieder von Fischer gekontert wurde. Mit dem dritten Lindauer Tor durch Benjamin. Arnold (30.) waren die Islanders auf Augenhöhe. Spätestens mit Oppenbergers Anschlusstreffer zum 5:4 hatten sie sogar mehr Anteile an diesem Spiel. „Wir haben leidenschaftlich gekämpft und den direkten Weg zum Tor gesucht. Das war ausschlaggebend für den Erfolg“, sagte Teammanager Sebastian Schwarzbart. Denn ließen sich die Islanders nicht mehr nehmen. Bis zur Wende sollte es aber noch dauern. In einem starken Schlussdrittel vor 140 Zuschauern entschied der EVL das Spiel für sich. Den vielumjubelten Ausgleich erzielte Martin Masak in der 45. Minute, den Siegtreffer Jiri Kince zehn Minuten später. Glück war dabei bei diesem Tor, einer abgefälschten Bogenlampe. Aber das hatten sich die Lindauer mit Kampfgeist und großartiger Moral verdient.

Alle Jahre wieder ist das „Weihnachtsspiel“ des EV Lindau ein Highlight im Lindauer Sportkalender. Nicht nur wegen der enormen Wichtigkeit für die Tabellenposition des EVL am Sonntag (17.30 Uhr) in der Eissportarena gegen den EC Pfaffenhofen. Auch für die Nachwuchsabteilung, die durch den Losverkauf für die große Tombola eine ganz wichtige Unterstützung erhält. Zudem für die vielen nicht mehr am Bodensee lebenden Lindauer auf Heimaturlaub eine gute Erinnerung an alte Zeiten im Eichwald, weil man so viele bekannte Gesichter sieht.