EVL am Sonntag im Derby gegen SonthofenEV Lindau

EVL am Sonntag im Derby gegen SonthofenEVL am Sonntag im Derby gegen Sonthofen
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Nach zwei Freundschaftsspielen in der Vorbereitung, bei denen die Lindauer sich richtig gut verkauften (7:7, 2:3) geht nun also um Bayernliga-Punkte. Aber auch wenn die Islanders alle ihre drei bisherigen Heimspiele gewannen und der neue ERC-Coach Dave Rich neben Waldkraiburg, Memmingen und Miesbach auch Lindau als härtesten Konkurrenten um einen Spitzenplatz nennt, geht der EVL als Außenseiter in die Partie. Denn die Oberallgäuer, die in dieser Saison den letztes Jahr knapp verpassten Aufstieg in die Oberliga nachholen wollen, sind schon wieder das Maß aller Dinge. Sage und schreibe 25 Tore hat der Tabellenführer in seinen beiden letzten Spielen erzielt und mit  Janne Kujala, Ryan Martens, Andreas Kleinheinz (spielen in einer Sturmreihe), sowie Markus Vaitl und Ron Newhook gleich fünf Spieler unter den Top Zehn Scorern der Liga.

Bei den beiden letzten Spielen gelang es dem EVL allerdings zweimal das Geschehen eng zu gestalten. Allerdings setzte sich trotz Führung der Islanders am Ende die individuelle Klasse der Gäste bei den beiden 3:2 Siegen durch. „Das haben wir ja auch schon in dieser Saison bei unseren Spielen gelernt: Wir müssen sehen, dass wir unsere Leistung konstant über 60 Minuten bringen, sonst wird es gegen jedes Team schwer, zu punkten“, sagt Spielertrainer Martin Masak, der als Verteidiger natürlich mithelfen will, die überragende Bulls- Offensive zu stoppen. Die hat in dieser Saison mit den beiden Neuzugängen Kujala (vom Zweitliga- Aufsteiger Bad Nauheim) und Martens (vom Oberligisten Erding) zwei weitere Hochkaräter dazu bekommen, die schon acht bzw. sechsmal getroffen haben. Die beiden haben die Abgänge von Michael Waginger (Karriereende) und Björn Friedl (Füssen) bereits so gut wie vergessen lassen.

Mit diesen Könnern auf dem Eis überrascht es auch wenig, dass der ERC auf eine Powerplayquote von 35 Prozent kommt - die zweitbeste der Liga (der EVL ist mit 25 Prozent sechster) – also quasi jede dritte gegnerische Strafe zu Toren nutzt. „Natürlich ist Disziplin gerade in einem Derby sehr wichtig. Da es für alle Spieler schwierig ist, die Emotionen richtig einzusetzen“, sagt Martin Masak und erinnert an das Testspiel, das die Islanders nach Führung in Unterzahl verloren. Emotionen wird es wie immer reichlich geben, wenn die Islanders und die Bulls aufeinandertreffen. Auch auf den Rängen: Denn die Lindauer erhoffen sich erneut eine bis auf den letzten Platz gefüllte Eissportarena, „weil das ein Spiel ist, dass man sich einfach nicht entgehen lassen sollte“, sagt der zweite Vorsitzende Bernd Wucher, der den Zuschauern zur rechtzeitigen Anreise rät, um sich gute Plätze zu sichern und nichts zu verpassen. Die Kassen im Eichwald werden bereits ab 16 Uhr geöffnet sein, zudem wird das Ordnungspersonal aufgestockt werden, um den Andrang in die richtigen Bahnen leiten zu können. Dass sie in der Lage sind, bei aller Rivalität friedlich miteinander umzugehen, haben beide Fangruppen ja bei den beiden letzten Derbys schon bewiesen.

Vom Umfeld her steht einem weiteren Lindauer Eishockey- Feiertag also nichts im Wege – für das sportliche können nun die Spieler der Islanders sorgen, die nach dem gelungenen Saisonstart ohne großen Druck in die Partie gehen können. Denn jeder Zähler gegen Sonthofen wäre ein Bonuspunkt.