EV Lindau rüstet sich für das Topspiel

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Endspiel, größtes Spiel der jüngeren EVL-Geschichte im Eichwald- Stadion. Kein Zweifel: Die Aufstiegsrunden Partie des EV Lindau am kommenden Sonntag (17 Uhr) gegen den 1. EV Weiden zählt zu den Highlights im Lindauer Sport. Schon jetzt wurden über 600 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Den sollte man ohnehin nutzen, denn die Islanders erwarten am Sonntag zwischen 900 und 1000 Zuschauern, die Karten werden knapp, möglicherweise gibt es am Spieltag keine mehr, vor allem nicht für die Sitzplatztribüne, die seit Jahren beim Fasching und beim Lindauer Kinderfest gute Dienste verrichtet hat – und der Begriff „Fest“ passt ja bestens zu diesem Spiel.

Die letzten Wochen waren nicht so einfach für die Cracks des EV Lindau. Stets war der Druck da, die Spiele zu gewinnen, um an der tabellenspitze zu bleiben, was mal leichter, mal schwerer fiel. „Wir wollten uns immer nur auf das nächste Spiel konzentrieren. Diesen Fokus hatten wir nicht immer“, sagte Trainer Willy Bauer. Im wahrsten Sinn des Wortes warf das Heimspiel gegen Weiden seine Schatten voraus. Bei jedem Gang zum und vom Training mussten die Islanders in den letzten zehn Tagen an der Sitztribüne vorbei, die für das Schlagerspiel zwischen dem Funktionsgebäude und der Eisfläche aufgebaut wurde. Sitzen im Eichwald? Ein seltenes Gefühl. „Ein Vorgeschmack auf die Zukunft mit der Überdachung“, sagt Bernd Wucher. Der sportliche Leiter des EVL und Geschäftsführer des Fördervereins Kunsteisbahn hatte zusammen mit vielen Helfern alle Hände voll zu tun, um das Großereignis vorab zu organisieren.

Das beginnt beim ersten Bully. Ausnahmsweise ist am kommenden Sonntag bereits um 17 Uhr Spielbeginn. „Wir wollen auch Familien mit Kindern ermöglichen so ein Spiel in voller Länge zu genießen“, sagt der zweite Vorsitzende Peter Riedmüller. Deshalb wird er Publikumslauf nur von 10 bis 15 Uhr stattfinden, der Schlägerlauf entfällt. Dazu kommt man den Gästen aus Weiden entgegen, die mit 250 Fans anreisen werden. Das Kartenkontingent für die Gäste ist ausverkauft, fünf Fanbusse werden an den Bodensee fahren. Für das Rückspiel in Weiden am 7. März wurden übrigens bereits über 2000 Tickets verkauft. „Die Euphorie da oben ist grenzenlos. Aber bei uns ist es ja auch nicht anders. Es ist unser Heimspiel und deshalb haben die Lindauer Zuschauer Vorrang“, sagt Wucher.

Dies gilt auch für die Sitzplatzkarten. Für die treuen Sponsoren des EVL sind Plätze bis 16 Uhr 30 reserviert, sie bekommen eine Zusatzberechtigung am Eingang Hauptkasse. 100 Karten gehen in zum Preis von je acht Euro in den freien Verkauf. Wer bereits in der Vorverkaufsstelle, der Sparkasse Lindau Aeschach eine Stehplatzkarte gekauft hat und lieber sitzen möchte, kann die Karte durch Zuzahlung von drei Euro umtauschen.

Um den Zuschauermassen Herr zu werden, ist Einlass im Eichwald schon ab 15 Uhr. In Absprache mit der Lindauer Polizei werden die Fans aus Weiden einen Block eingeräumt bekommen ab der Strafbank bis zum Lichtmast 4 in Richtung Wurstbude (hinterer Stadionbereich ab Strafbank an der Seeseite). Eingang für die Gästefans ist beim großen Tor am Eismeistergebäude. Die Lindauer Zuschauer wiederum kommen über den normalen Eingang an der Hauptkasse ins Stadion. „Damit sollte alles reibungslos verlaufen und auch die Fangruppen sich nicht im Weg umgehen“, sagt Bernd Wucher, der ein friedliches Eishockey- Fest erwartet. „Eines ist aber auch klar: Wer sich daneben benimmt, fliegt raus.“ Die eigens für das Spiel engagierte Stadion Security wird im Beisein der Polizei an den Eingängen streng kontrollieren, wobei keinerlei Getränke, Pyrotechnik oder andere gefährliche Gegenstände erlaubt sein werden. Das Topereignis soll schließlich nicht durch unschöne Nebengeräusche getrübt werden.