EV Lindau empfängt Mitaufsteiger Königsbrunn

EV Lindau empfängt Mitaufsteiger KönigsbrunnEV Lindau empfängt Mitaufsteiger Königsbrunn
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Aller guten Dinge sind drei sagt das Sprichwort – das wollen die Lindauer nun im dritten Liga- eimspiel der Saison bestätigen. „Es ist keine Frage“, sagt Trainer Willy Bauer. „Wir wollen unbedingt gewinnen.“ Die Stimmung beim Aufsteiger sei weiterhin intakt. Keineswegs habe man die Zuversicht verloren. Vielmehr sei man sehr tief in die Analyse gegangen. „Auf unserem Video vom Erding-Spiel ist ganz klar zu sehen, dass allen drei Gegentoren individuelle Fehler vorausgehen, weil wir zu kompliziert spielen.“ Dieses schnell abzustellen, sei sicherlich das wichtigste für die Spieler des EVL. „Die Zeit des zu schönen Eishockeys muss vorbei sein, die Mischung aus Kunst und harter Arbeit muss endlich wieder gefunden werden“, fordert Bauer.

So werden also vor allem Einfachheit und Unkompliziertheit den EVL auf die Erfolgsspur bringen. Kampfgeist und Glaube sind intakt, auch wenn der Kopf sicherlich eine Rolle spielt, wenn man so oft nah dran ist und doch nicht punktet. Die Gedanken an drei Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied dürften aber bei voller Konzentration auf die kommende Aufgabe verschwinden. Es zählt der nächste Wechsel, der nächste Zweikampf, der nächste Pass, der nächste Schuss und alles sonst, was an Basisfakten zum Eishockey gehört.

Beim heutigen Gegner Königsbrunn ist all das vorhanden. Mit zehn Punkten aus sechs Spielen stehen die Pinguine auf dem guten siebten Tabellenplatz und müssen weiter punkten, um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben. Mit dieser Bilanz ist der ESV bester der vier Aufsteiger. Allerdings sind die heutigen Gäste eher als Rückkehrer anzusehen, gab es doch im Kader kaum Veränderungen in den letzten beiden Jahren. Die Pinguine stiegen trotz guter Vorrunde überraschend ab, wurden in der Landesliga trotz durchwachsener Saison Vierter hinter dem EV Lindau und rückten wieder dorthin, wo sie mit ihrem Team am besten passen: In die Bayernliga. „Sie sind alles andere als ein Abstiegskandidat“, sagt der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher. Mit Trainer Norbert Strobel hat der ESV einen neuen Trainer, der den Pinguinen ebenso gut tut, wie Torwart Neuzugang Patrick Vetter aus Memmingen. Die Leistungsträger sind die alten: Die Stürmer Patrick Wiegant und Michael Polaczek stehen mit elf und zehn Punkten unter den Top-20-Scorern der Bayernliga und sind wie der 44-jährige Roman Mucha wichtige Säulen der Mannschaft.

Auf eine solche müssen die Islanders an diesem Wochenende verzichten. Sowohl heute als auch am Sonntag in Bayreuth wird Jiri Kunce wegen einer Entzündung in der Schulter ausfallen. „Er hat schon letztes Wochenende nur mit Antibiotika spielen können, jetzt geht gar nichts mehr“, sagt Bauer, der zudem auch noch auf Stürmer Christof Hehle verzichten muss. Beide Ausfälle sind ein schwerer Schlag für den Aufsteiger, der dennoch ein enges und knappes Spiel erwartet. Was aber nur mit vollem Einsatz und eiserner Disziplin zu erreichen sein wird.

Für das morgige Spiel sind noch 20 Sitzplatzkarten im freien Verkauf. Vorbestellungen sind unter [email protected] möglich.