EV Lindau empfängt den 1. EV Weiden

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Das Warten hat ein Ende: Am Sonntag um 17 Uhr kommt es endlich zum lang ersehnten Aufeinandertreffen des EV Lindau gegen den EV Weiden. Das erste von zwei „Endspielen“ um den Aufstieg in die Bayernliga.

„Es wird zwar morgen keiner aufsteigen oder nicht aufsteigen. Aber wir haben uns diese Ausgangsposition hart erarbeitet. Es treffen beiden besten Mannschaften der Gruppe aufeinander, jetzt wollen wir diese Spiele genießen“, sagt EVL-Trainer Willy Bauer. Allerdings muss er ausgerechnet beim morgigen Schlager auf vier Leistungsträger verzichten: David Volek und Phillip Hocker fehlen gesperrt, für Tobi Fuchs und Timo Krohnfoth ist die Saison aufgrund ihrer schweren Verletzungen beendet. Vom ursprünglich ersten Sturm der Islanders ist lediglich Pavel Mojtek übrig geblieben, der – wie die anderen – für drei rackert. Der Substanzverlust war in den letzten Wochen zwar zu spüren, aber mit großem Kampfgeist haben sich die Islanders aus schwierigen bis schier aussichtslosen Situationen befreit und gehen zumindest tabellarisch auf Augenhöhe in die Partie. Nach dem erwartungsgemäß deutlichen 6:2 Sieg des EV Weiden am Freitag in Schongau kommen die Blue Devils als Tabellenführer ins mit 1100 Zuschauern ausverkaufte Eichwald- Stadion. Denn in der Tordifferenz liegen die Blue Devils deutlich vorne. Die ist aber nur dann entscheidend, wenn beide Teams am Ende im direkten Vergleich gegeneinander punkt- und torgleich abschließen. „Man kann es drehen uns wenden wie man will: Es geht um die Punkte, nicht um die Tore, es geht um gewinnen und verlieren“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher.

Dabei ist die Offensive der Oberpfälzer beachtlich. 237 Tore in 25 Saisonspielen, macht einen Schnitt von über neun Treffern pro Partie. Der EVL kommt mit 183 Toren in 27 Spielen auf Durchschnittlich drei Erfolgserlebnisse weniger. Umgekehrt hat Weiden weniger als zwei Tore pro Partie kassiert, die Lindauer etwas mehr. Deshalb sagt Willy Bauer: „Diese Partie wird in der Defensive entschieden. Wir müssen sehr gut stehen.“ Allen voran der derzeit überragende Abwehrchef Jiri Kunce soll vor Waldemar Quapp den Laden zusammen halten. Denn Weiden ist vor allem deshalb so offensivstark, weil die Mannschaft viele Spieler mit Zug zum Tor hat. Acht Mann haben schon zehn oder mehr Tore erzielt. Marcel Waldowski (spielte letzte Saison noch in der zweiten Liga in Bad Tölz, 30 Tore), Florian Bartels (23 Tore) und Florian Zellner (34 Tore) gehören zum Besten was die Landesliga zu bieten hat. Wobei auch aus der Abwehr Januar- Verpflichtung Martin Zajac (kam vom EHC Klostersee aus der Oberliga) mit 23 Skorerpunkten in zehn Spielen gewaltiges Offensivpotential zeigt und ebenso wie Ex- Zweitligaspieler Esbjörn Hofverberg die Qualität der Mannschaft deutlich verbessert hat. Aus nicht so lange vergangenen Zweitliga- und Oberligazeiten hat man in Weiden Spieler aus der Region zurückgeholt, die viel Identifikation aber auch einen gewaltigen Druck haben, aufzusteigen zu müssen. „Aufgrund der jüngeren Vergangenheit sind die Erwartungen in Weiden natürlich viel höher als bei uns. Das ist ähnlich wie in Regensburg letztes Jahr“, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang. „Beide Vereine haben ein gutes Konzept, aber eben ein jeweils eigenes. Wir können mit Stolz auf uns schauen. Vor fünf Jahren waren wir noch ein Abstiegskandidat in der Landesliga. Nun haben wir ein gutes Team mit Eigengewächsen und Spielern die aus der Region kommen oder hier sesshaft geworden sind. Wir wollen jetzt unsere Grenzen austesten.“

Was die Kapazität des Eichwald Stadions betrifft, werden diese ausgeschöpft. Eine grandiose Kulisse am Ufer des Bodensees. „Die wird uns antreiben“, sagt Willy Bauer. „Das ist vor allem deshalb wichtig, weil es auf die Konsequenz in den Zweikämpfen ankommen wird. Disziplin, Mut, Wille und Cleverness gehören auch dazu, denn in solchen Spielen entscheiden Kleinigkeiten.“ Die wollen die Islanders richtig machen. schließlich haben sie lange genug auf dieses Spiel gewartet.