EV Lindau bleibt in der Landesliga

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Der EV Lindau wird der Landesliga Bayern erhalten bleiben und nicht in die Bayernliga nachrücken. Am Mittwoch verzichteten Bayernliga-Meister Schweinfurt und Vize Peißenberg offiziell auf den Oberliga-Aufstieg, weshalb die kleine Chance der Islanders, am Grünen Tisch aufzusteigen, nun passé ist.

„Wir waren darauf vorbereitet und nehmen es ohne Enttäuschung zur Kenntnis“, sagt der erste Vorsitzende des EVL, Marc Hindelang. „Die Entscheidung der beiden Vereine ist nachvollziehbar und ich habe auch großen Respekt davor, dass sie nicht blind ins mögliche Verderben rennen.“ Die unsicheren Strukturen im Eishockey oberhalb der Bayernliga zwängen die Vereine förmlich zu diesem Verzicht. Sowohl Schweinfurt, als auch Peißenberg mahnten dabei eine Reform der Ligenstruktur an. Nur so könnten künftig die wirtschaftlichen Risiken minimiert werden, wie es unter dem Dach des bayerischen Verbandes bereits Tatsache sei, hieß es.

„Für den EV Lindau bedeutet die Entscheidung zunächst einmal eine frühe Planungssicherheit“, sagt Hindelang. Ein Rückschlag sei sie nicht. „Ehrlich gesagt steige ich persönlich lieber aus eigener Kraft sportlich auf, als am Grünen Tisch, da bin ich eher altmodisch. Wir müssen halt nächstes Jahr einen Platz besser sein als diese Saison“, sagt Hindelang. Diesen sportlichen Aufstieg werden die Islanders nun in der kommenden Saison angehen. „Das wird unser Ziel sein, da reden wir nicht groß drum herum“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher, der die Kaderplanungen in den nächsten Wochen kongretisieren wird. „Was die Mannschaft betrifft, haben wir noch ein paar offene Fragen zu klären, da Sascha Paul sich auf einem längeren Auslandsaufenthalt befindet und zum Saisonstart eventuell ebenso fehlen wird, wie Tobias Zappe und Dominic Mahren aus beruflichen Gründen. „Wir haben Alternativen im Auge, wenngleich wir natürlich froh wären, das bestehende Team so komplett wie möglich halten zu können.“ Dies gelte auch für Kristoffer Bäckström, der ein Angebot vom EVL vorliegen habe, sich mit seiner Entscheidung aber noch Zeit lassen wolle. Derzeit befindet sich der Schwede in den USA und drückt dort seinem Bruder Niklas in den NHL-Play-offs mit den Washington Capitals die Daumen.