EV Lindau besteht in Bad Wörishofen

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Einen weiteren hohen Sieg landete der EV Lindau beim EV Bad Wörishofen. Das deutliche 7:3 (1:2, 4:0, 2:1) täuscht aber ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Gerade im ersten Drittel hatten die Islanders in einem umkämpften Spiel große Probleme mit dem Tabellenletzten der Landesliga Bayern-West.

Wie erwartet ging die junge Wörishofener Mannschaft sehr engagiert in die Partie, während die Lindauer kaum an die Leistung vom Schongau-Spiel anknüpfen konnten. Schwer taten sich die Gäste vor allem damit, sich auf das Körperspiel der Allgäuer einzustellen. Die gingen schon nach sieben Minuten in Überzahl durch Christian Augst in Führung. Sascha Paul konnte zwar eine Minute später ausgleichen. Mehr vom Spiel hatten allerdings weiterhin die Gastgeber. Patrick Matzenmüller, der den am Spieltag erkrankten Waldemar Quapp im EVL-Tor ersetzte, zeigte sich aber stets auf dem Posten. Beim erneuten Führungstreffer der Gastgeber nach 13 Minuten durch Tobias Seelmann war er chancenlos.

Nachdem Trainer Willy Bauer sein Team in der Drittelpause an die Grundlagen im Eishockey erinnert hatte, arbeiteten die Islanders ab dem zweiten Drittel wesentlich härter und intensiver als zuvor. Zweimal bot sich die Chance in Überzahl zum Erfolg zu kommen, aber Wörishofens junger Keeper Alexander Rippl verhinderte mehrfach den Ausgleich. Danach waren es die Lindauer, die in Unterzahl agieren mussten – und die Wende schafften. In der 31. Minute hatten die Gäste gerade eine 3:5-Unterzahlsituation überstanden, als der starke Jiri Kunce den kurz zuvor von der Strafbank gekommenen Dominic Mahren in Szene setzte, dem der wichtige Ausgleich gelang. Die Islanders legten nun im Tempo zu, waren einen Schritt schneller als der Gegner, was Strafen gegen die Gastgeber zur Folge hatte. Vier Minuten später hatten die Islanders zwei Mann mehr auf dem Eis und nutzten diese Situation eiskalt aus. David Volek brachte die Gäste erstmals mit 3:2 in Führung. Die Islanders blieben nun dran, während die Gastgeber gleich eine weitere Strafe kassierten. 34 Sekunden später trafen die Lindauer erneut, diesmal durch Peter Kraus. Damit noch nicht genug. Auch die verbleibende Powerplay-Zeit mit einem Mann mehr nutzte der EVL gnadenlos aus. Nach nur weiteren 16 Sekunden war es Timo Krohnfoth, der mit dem dritten Lindauer Überzahltor in nicht einmal einer Minute die Partie komplett zugunsten der Islanders drehte.

Die entnervten und frustrierten Gastgeber reagierten auf den deutlichen Rückstand nun mit Härte. Die Situation eskalierte zwei Minuten vor der Drittelpause, als Alexander Lohr EVL-Goalie Patick Matzenmüller unfair attackierte, was ein Handgemenge zur Folge hatte. EVL-Kapitän Peter Kraus, der seinem Torhüter sofort beistand – die Islanders waren ohne Ersatztorwart angereist – nahm sich Lohr zur Brust, was für beide eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zur Folge hatte. Die anschließende Drittelpause kam recht, um die Gemüter zu beruhigen.

Umkämpft blieb die Partie aber trotzdem. Gerade das 3:5 der Kurstädter durch Bernd Schweinberger nach nur 44 Sekunden im Schlussabschnitt sorgte wieder für Spannung. Die hielt aber nur bis zur 48. Minute. Als beide Teams jeweils vier Feldspieler auf dem Eis hatten, passte David Volek, der insgesamt vier Tore vorbereitete, Timo Krohnfoth frei, der sein zweites Tor des Spiels erzielte. Damit war der Widerstand des EV Bad Wörishofen endgültig gebrochen. „Wir haben uns lange schwer getan, aber mit Kampf einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“, resümierte Trainer Willy Bauer. „Heute haben uns vor allem unsere Special Teams gerettet.“ Diese Stärke spielten die Lindauer neun Minuten vor dem Ende noch einmal aus. Mit einem Mann weniger besorgte Sascha Paul den 3:7 Endstand. Aufgrund der Cleverness der Lindauer ein verdienter Sieg, wenngleich er um einen Tick zu hoch ausfiel.