ESV-Piraten starten in ihre sechste BayernligasaisonESV Buchloe

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„Ich glaube wir haben uns inzwischen in der Liga etabliert, wobei wir jedes Jahr mit den geringen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, wieder von Neuem kämpfen müssen. Aber gerade die letzte Saison hat gezeigt, dass wir selbst den Großen der Liga durchaus Paroli bieten können“, sagt Florian Scherdi, der zusammen mit Florian Warkus für die sportliche Leitung beim ESV zuständig ist. Immerhin beendeten die Gennachstädter die vergangene Spielzeit auf Tabellenrang fünf nach der Vorrunde, was dem besten Ergebnis seit dem Aufstieg 2008 gleichkam. Und dennoch will man im Lager der Freibeuter bescheiden bleiben: „Unser Ziel ist auch heuer erst mal wieder der Klassenerhalt, das heißt unter die ersten acht Teams zu kommen, was in dieser durchwegs stark besetzten Liga sicher kein Zuckerschlecken wird.“ Um dieses Vorhaben zu erreichen, vertrauen die Verantwortlichen - wie schon die Jahre zuvor - auf eine gesunde Mischung aus jungen Eigengewächsen und erfahrenen Akteuren auf dem Eis. „Wir haben unsere Leistungsträger eigentlich fast alle halten können und uns in der Breite auch verstärkt. Einzig in der Defensive mussten wir leider ein paar Abgänge hinnehmen. Hier bleibt abzuwarten, ob wir diese vollständig kompensieren können. Möglicherweise werden wir hier auch noch einmal tätig werden“, sagt Florian Warkus. Genauso wie in der abgelaufenen Saison werden die Buchloer zudem erst einmal ohne Kontingentspieler an den Start gehen. „Dafür fehlen uns schlicht und einfach die finanziellen Mittel“, nennt Warkus die Gründe. „Außerdem ist es sicher sinnvoll, in erster Linie auf unsere eigenen Leute und vor allem auch auf unsere Nachwuchskräfte zu setzten, die sich letztes Jahr wirklich gut weiterentwickelt haben. Wir hoffen, dass dies auch heuer wieder so sein wird, und sie das in sie gesetzte Vertrauen erneut bestätigen können.“

Rein sportlich gesehen dürfte die Bayernliga wiederum zu einer der attraktivsten und spannendsten Ligen gehören. „Im Grunde kann hier jeder jeden schlagen, und genau das macht den Reiz dieser Liga aus. Zugleich ist das Niveau die letzten Jahre stetig gestiegen, sodass die Zuschauer zum Teil wirklich hochklassigen Sport geboten bekommen“, meint Florian Scherdi. Als Favoriten auf die ersten Plätze der Tabelle sieht er ausgerechnet die zwei Allgäuer Rivalen Sonthofen und Memmingen. „Ich denke, die beiden werden Platz eins unter sich ausmachen, aber dahinter ist alles absolut offen.“ Schwer einzuschätzen sind auch die drei Aufsteiger Mitterteich, Regen und Haßfurt. Sie ersetzen den in die Oberliga Süd abgewanderten Meister Bayreuth und füllen die Liga parallel wieder auf 16 Mannschaften auf. „Alle drei sind im Grunde aus der Ferne schwer zu beurteilen, wobei sich die Mitterteicher mit Abstand am besten verstärkt haben“, schätzt Florian Warkus die Liganeulinge ein. „Es sind auf jeden Fall drei interessante Gegner, wobei uns zumindest eine Mannschaft aus näheren Umgebung sicher lieber gewesen wäre. So haben wir drei Teams dazubekommen, bei denen wir locker mehrere Stunden Anreise auf uns nehmen müssen.“ Dennoch ist Warkus froh, dass die Bayernliga wieder mit einer geraden Anzahl von 16 Mannschaften an den Start geht: „Das ist natürlich schon positiv und schafft für uns Planungssicherheit im Vergleich zu anderen Ligen.

Für die anstehende Saison wünschen sich die beiden Verantwortlichen abschließend eigentlich nur zwei Dinge: „Wir hoffen, unseren Zuschauern auch in diesem Jahr wieder attraktives und spannendes Eishockey bieten zu können und natürlich, dass unsere Jungs vom Verletzungspech verschont bleiben.“