ESV kämpft sich zum DerbysiegESV Bad Bayersoien

ESV kämpft sich zum DerbysiegESV kämpft sich zum Derbysieg
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Gut 130 Zuschauer fanden den Weg ins Schongauer Eisstadion um dem Spitzenderby beizuwohnen. Über die Hälfte aus Bayersoien und sie wurden nicht enttäuscht. Eishockeysport vom feinsten und Spannung bis zum Schluss. Die EA Schongau war bestens aufgestellt und bekam mit Marius Klein, Dominik Ebner und Bernd Riedenauer noch Unterstützung der ersten Mannschaft. Ebner und Klein zählen auch noch zu den Topscoren der 1a-Mammuts. ESV-Spielertrainer Josef Maier hatte nicht so viel Personalglück. Mit Tobias Maier fiel, unerwartet eine erfahrene Stütze der Soier Defensive aus. Zwar war der Langzeitverletzte Sebastian Maier mit von der Partie. Hat aber durch den langen Ausfall noch nicht zu alter Stärke gefunden. Auch Stephan Sellmaier war nicht hundertprozentig fit, er biss aber die Zähne zusammen und lief auf. Um die Abwehrabteilung etwas zu stärken spielte Routinier Rainer Hirschvogel hinten. Zum Glück, denn während des Spiels kam es noch zu weiteren Ausfällen in der Defensive.

Erst kugelte sich Korbinian Bräutigam die Schulter aus und zu allem Überfluss musste der Trainer selbst, nach einem überharten Check gegen die Bande, die Segel streichen. Auch er verletzte sich an der Schulter. So wie es aussieht ist für ihn die Saison beendet. Gott sei Dank war man zu diesem Zeitpunkt schon auf der Gewinnerstraße. Langes abtasten gab es bei der hochkarätigen Partie nicht. Es ging sofort zur Sache und beide Mannschaften erspielten sich viele Chancen. Gerade Florian Ferkau hatte zwei dicke Möglichkeiten um die Soier in Führung zu bringen. Einmal schoss er über das eigentlich leere Gehäuse das andere Mal rettete Bastian Hohenenster durch einen blitzartigen Reflex einen frühen Rückstand der EAS. Auf der anderen Seite durfte auch Martin Ullsperger im Soier Tor glänzen. Bei dem Führungstreffer der Schongauer war er aber machtlos. Im war komplett sie Sicht versperrt und der Schuss von Marius Klein fand, in Überzahl , den Weg in die Maschen. Bayersoien darauf hin etwas desorientiert. Martin Ullsperger hielt die seinen im Spiel und so ging es mit 1:0 in die erste Drittelpause. Bitter dann der zweite Treffer für die EAS. Die Defensive sah da nicht gut aus. Korbinian Bräutigam wurde von Marius Klein überlaufen und er konnte das 2:0 erzielen. Der ESV ließ sich diesmal nicht aus der Ruhe bringen. In Unterzahl erkämpfte sich Klaus Müller die Scheibe, lies sich auch von drei Schongauern nicht aufhalten. Seinen Abpraller verwandelte Thomas Maier zum 2:1. Diesmal war Schongau geschockt aber bis zur Drittelpause gab es keine weiteren Treffer.

Nach der Drittelpause legte der ESV einen Blitzstart hin. Nach nur 30 Sekunden konnte Matthias Mödl in Überzahl den wichtigen Ausgleich markieren. Nur wenig später schoss der bestens aufgelegte Florian Ferkau den ESV in Führung. Schongau versuchte es mit der Brechstange aber der ESV verwaltete das Ergebnis intelligent. Kurz vor Schluss ersetzten die Mammuts ihren Torwart durch einen weiteren Feldspieler. Aber die Rechnung ging nicht auf. Florian Ferkau erkämpfte sich die Scheibe und schob locker zum 2:4 Endstand ein. Durch eine beachtliche kämpferische Leistung und einen nicht zu brechenden Teamgeist konnte der ESV das wichtige Derby für sich entscheiden. Mit diesem Sieg klettern die Soier auf Platz 2 der Tabelle. Vor ihnen steht jetzt nur noch der ebenfalls ungeschlagene SC Riessersee.

Lange kann sich die Mannschaft auf die schwer verdienten Lorbeeren nicht ausruhen. Bereits am Samstag um 18.30 Uhr muss der ESV bei der zweiten Garnitur des ESC Geretsried antreten. Die U24 der River Rats sind gerade daheim schwer auszurechnen da sie dort oft auf die Unterstützung der Landesligamannschaft bauen können. Zwar rangieren sie gerade noch auf dem vorletzten Tabellenplatz konnten aber das Spiel gegen Favoritenschreck Hohenfurch gewinnen.

Sepp Maier hat jetzt das Problem, dass er seine Abwehr komplett umkrempeln muss. Durch die Euphorie des Derbysiegs ist aber die Mannschaft topmotiviert und zwei Punkte sollten drin sein.