ESV Buchloe verliert beim Tabellenletzten

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Nach einer 3:1-Führung hatten sich die Buchloer in der Nürnberger Arena leichtfertig die Punkte nehmen lassen. Dem Aufsteiger aus der Frankenmetropole ermöglichten sie damit den ersten glatten Sieg der Saison.

Bei den Piraten liefen die Nachwuchsspieler David Strodel und Tobias Streit zum ersten Mal in dieser Saison im Piraten-Trikot auf. Während Strodel letzte Saison bereits einige Einsätze hatte, bestritt Streit seine Punktspielpremiere. An den beiden lag es am allerwenigsten, dass die Buchloer am Ende mit leeren Händen da standen. „Wir waren die bessere Mannschaft und hatten auch deutlich mehr Spielanteile“, sagte Interimscoach Michael Städele nach der Partie. Wieder einmal kosteten aber fehlende Routine und individuelle Fehler die Punkte.

Nach der Nürnberger Führung durch Sascha Petrojannis’ Überzahltor (7.) gelang Sean Muncy 17 Sekunden vor der Pausensirene noch der Ausgleich. „Wir hätten aber mit einer klaren Führung in die Drittelpause gehen müssen“, klagte Städele. Den vielen Buchloer Tormöglichkeiten hatte sich immer wieder Nürnbergs starker Torwart Philipp Schnierstein in den Weg gestellt. Nach dem Wiederanpfiff gelang es den Ostallgäuern dann besser, ihre Überlegenheit in Zählbares umzumünzen: Mathias Strodel traf direkt nach einem Bully (23.) und mit dem schönsten Tor des Abends erhöhte Matthias Ziegler nach einer Kombination über Tobias Kastenmeier und Adrian Hack auf 3:1 (33.). Postwendend markierte aber Bobby Hughes, der Amerikaner im EHC-Dress, im Nachschuss den Anschlusstreffer (34.). Begünstigt durch einen Fehlpass der Buchloer konnte Patrick Hörl mit einem Kontertor für die Franken ausgleichen (36.).

Trotz des verspielten Vorsprunges hätten die Buchloer im Schlussabschnitt noch auf die Siegerstraße einbiegen können: Ab der 46. Spielminute visierten sie fast volle vier Minuten lang mit fünf gegen drei Mann Schniersteins Gehäuse an, ohne eine klare Chance herauszuspielen. „Anstatt konsequent den Abschluss zu suchen, spielten wir nur außen herum“, kritisierte Städele später das drucklose Powerplay seiner Mannschaft. Wie man es besser macht, zeigte Dominik Budny, der exakt zwei Minuten vor Spielende eine Überzahlgelegenheit zum Siegtreffer für den Tabellenletzten nutzte.