Es wäre mehr drin gewesenESV Buchloe

Es wäre mehr drin gewesenEs wäre mehr drin gewesen
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Trotz einem sehr engagierten Auftritt stand die Mannschaft von ESV-Trainer Bohdan Kozacka nach einer hochinteressanten Bayerligapartie am Ende mit leeren Händen da. Die Freibeuter waren im Vergleich zu den enttäuschenden Darbietungen vom Freitag nicht wiederzuerkennen, scheiterten aber letztlich auch an der mangelnden Chancenverwertung, in einem temporeichen Duell auf Augenhöhe mit einem der Topfavoriten der Liga.“ Wenn man keine Tore schießt, dann kann man halt nicht gewinnen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, wie sich meine Truppe nach dem schwachen Spiel in Germering zusammengerauft hat. Bis auf das Torschießen hat heute vieles gepasst“, lobte der Buchloer Coach diesmal die Einstellung seiner Schützlinge.

Die Piraten waren wild entschlossen in die Partie gestartet und hatten schon in den ersten drei Spielminuten, auch begünstigt durch eine Gästestrafzeit, bereits ein Dutzend Schüsse in Richtung Miesbacher Tor abgefeuert. Vor allem im ersten Drittel waren die Hausherren das deutlich bessere Team mit den klareren Torchancen. Dass aber die Gäste mit einer 1:0-Führung in die erste Pause gingen, lag ausgerechnet an einem Patzer, des ansonsten wieder gewohnt sicheren ESV-Torhüters Stefan Horneber. Beim Versuch die Scheibe aus dem Verteidigungsdrittel zu spielen, traf Horneber den Miesbacher Marius Fürbeck so unglücklich, dass die Scheibe anschließend ins Buchloer Netz trudelte (13.). 

Dass es auch beim offenen Schlagabtausch im rasanten Mitteldrittel bei der knappen Gästeführung blieb, lag neben dem etwas fahrlässigem Umgang mit den Torchancen auf beiden Seiten, vor allem auch an den hervorragenden Torhüterleistungen hüben wie drüben. Auch mehrere Überzahlsituationen brachten zunächst keinen zählbaren Erfolg, zu umständlich agierten die Piraten in manchen Szenen in nummerischer Überlegenheit, gegen eine allerdings sehr clevere und aggressive TEV-Defensive. Kurz vor Drittelende wäre der inzwischen längst fällige Ausgleichstreffer dann beinahe doch noch gefallen, doch Moritz Lieb, Tobias Kastenmeier und David Strodel im Powerplay scheiterten unmittelbar nacheinander an TEV-Schlussmann Anian Geratsdorfer in guter Schussposition. Auch ein Alleingang von Patrick Weigant in Unterzahl blieb ohne Folgen für die Gäste.

Turbulent blieb es auch im Schlussabschnitt. Gleich zu Beginn rettete Stefan Horneber nach einer schnellen Miesbacher Kombination mit einer spektakulären Parade in höchster Not (41.). Direkt im Gegenzug knallte der unermüdlich rackernde ESV-Kapitän Daniel Huhn die Scheibe ans Miesbacher Torgestänge (42.). Die Vorentscheidung zugunsten der Oberbayern schien gefallen, als Stefan Stiebinger im Nachschuss zum 2:0 traf (45.). Noch gaben sich aber die aufopferungsvoll kämpfenden Pirates nicht geschlagen. Knapp zehn Minuten vor der Schlusssirene konnten die Buchloer Eishockeyfans dann doch noch jubeln. Tobias Riefler hatte endlich, nach einem herrlichen Zusammenspiel über Thomas Spegele und Andreas Morhardt,  zum 1:2-Anschlusstreffer in Überzahl getroffen und damit noch einmal für Spannung gesorgt (51.). Die Hoffnungen im Lager der Freibeuter machte allerdings TEV Stürmer Stefan Rohm zunichte, der einen schnellen Konter der Miesbacher zum 1:3-Endstand abschloss (53.). Insgesamt ein zumindest über weite Strecken sehr ansehnlicher Auftritt der Buchloer Pirates gegen einen starken Gegner, der Mut machen müsste für die weiteren schweren Aufgaben in Peißenberg (Freitag) und gegen Dorfen, am Sonntag in eigener Halle.