Erstes Heimspiel gegen MoosburgEV Lindau

Erstes Heimspiel gegen MoosburgErstes Heimspiel gegen Moosburg
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Es ist eine reizvolle Konstellation für die Islanders. Durch den vom übernächsten Gegner Regen angebotenen Tausch des Heimrechts kommen die Lindauer Spieler und Fans in den Genuss von drei Heimspielen am Stück. „Reizvoll ja, aber auch gefährlich“, nennt der sportliche Leiter Bernd Wucher die Konstellation. „Wir haben die Chance, uns vor eigenem Publikum zu einem guten Saisonstart zu verhelfen. Allerdings haben wir auch gleich den Druck zu punkten.“ Allerdings habe man den in der engen Bayernliga sowieso, weshalb sich die Islanders hier nicht nervös machen wollen.

Anders als in den Vorjahren gehen sie nicht ohne „Eichwald-Feeling“ in die Punkterunde. Gleich drei Vorbereitungsspiele auf eigenem Eis, darunter das Eishockey- Fest gegen Ravensburg sind ein Novum für den EVL. „Jeder Spieler hat schon seine Spieltagsroutine, das darf man nicht unterschätzen“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart. Im Gegensatz zum schweren Auftaktspiel in Dorfen stehen den Islanders Lubos Sekula, Sascha Paul und Marian Eisenbarth wieder zur Verfügung. Das Trio war am Freitag noch gesperrt. „Es hilft natürlich weiter, wenn gleich drei Mann in den Kader zurückkehren“, sagt Spielertrainer Martin Masak. „Man weiß ja auch nicht vorher, was im ersten Spiel am Freitag so alles passiert.“ Für den 37-Jährigen ergeben sich damit gerade in der Defensive neue Variationsmöglichkeiten, zumal Stürmer Manuel Merk in ungewohnter Rolle als Verteidiger in der Vorbereitung durchaus überzeugte und nicht zwingend den Platz in der Abwehr wieder räumen wird.

Gegner Moosburg startete zuhause gegen den EHC 80 Nürnberg in die Saison und konnte dazu noch kurz vor Saisonstart eine im wahrsten Sinn des Wortes „Hammer-Verpflichtung“ tätigen. Direkt aus der zweiten Liga holte der EVM Stürmer Dominik Hammer von den Hannover Indians. Der 31-Jährige beendete gerade seine Profikarriere nach knapp 300 Spielen in der DEL und der zweiten Liga für Landshut, Kassel, Hannover, Augsburg, Bietigheim, Dresden und Hannover und kehrt in seine Landshuter Heimat zurück. Der Stürmer sollte den Abgang von Stürmerlegende Thomas Daffner mindestens kompensieren können und in der Offensive eine ähnlich wichtige Rolle spielen wie die letztjährigen Alex Feistl und Routinier Eric Dylla oder der neue Kontingentspieler Michael Lackner (Österreich). Um diese Leistungsträger herum bauen die Oberbayern gerade ihre Mannschaft um und verjüngen sie. Thomas Fengler ist mit 22 Jahren der älteste Verteidiger des EVM was den Kurs unterstreicht, den der erfahrene Trainer Klaus Feistl umsetzen soll. „Wir wollen und müssen unseren Nachwuchs fördern. Die Spieler der ersten Mannschaft sollen wieder zum Großteil aus der Stadt und dem Umland kommen“, sagt der zweite Vorsitzende Bastian Amann dazu. Ein Satz, wie er auch aus dem Lager der Islanders stammen könnte. Ein sympathischer Gast also, der sportlich den Islanders alles abverlangen wird. Denn für beide Teams gilt dasselbe: Es ist wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen.