Erstes Bayernliga-Heimspiel für ESV Buchloe

ESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekanntESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekannt
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Endlich ist es soweit: Die Buchloer Pirates bestreiten am Sonntag um 17 Uhr das erste Heimspiel in der Bayernliga-Saison 2008/09. Dazu hätten sich die Verantwortlichen beim ESV Buchloe kaum einen attraktiveren Gegner wünschen können als die Wölfe aus der traditionsreichen, oberfränkischen Eishockeystadt Selb.

Der VER Selb verfügt über eine große Anhängerschaft, die auch als sehr reisefreudig gilt. In der Landesliga-Aufstiegsrunde 2005/06 trafen beide Teams schon einmal aufeinander: In Selb erkämpften sich die Pirates damals vor 1400 Zuschauern ein 3:3, zu Hause sah ein 500-köpfiges Publikum das klare 5:1 der Buchloer. Letzten Samstag bestritten die Wölfe das Bayernliga-Eröffnungsspiel in Nürnberg. Trotz rund 1000 Selber Schlachtenbummlern unter den 1400 Zuschauern verloren die Wölfe knapp mit 4:5. Zudem verloren sie noch ihren Ausländer: Der Tscheche Martin Lamich erhielt eine Matchstrafe und ist damit morgen gesperrt.

In der Vorsaison verpassten die Selber die Play-offs, sicherten sich den Klassenerhalt aber relativ problemlos. Was letztes Jahr noch nicht klappte, soll dieses Mal aber erreicht werden. Dazu holten die Selber sechs neue Spieler und einen neuen Trainer. Doug Kacharvich ist vor allem bei Buchloes Coach Norbert Zabel kein Unbekannter: Schließlich war der Kanadier sein Vorgänger beim ESV Kaufbeuren, als er 2004 zusammen mit Jochen Koch die Joker in der 2. Bundesliga übernahm.

Die Selber Wölfe sind für Zabel schwer einzuschätzen, zumal sie in der Vorbereitung nicht gegen Bayernliga-Teams gespielt haben. „Ich gehe aber zuversichtlich in die Partie“, sagt Zabel: „Wir waren in Memmingen trotz vieler Ausfälle spielerisch stark“. Mit dem 1:1 beim schwäbischen Ligakontrahenten schafften die Pirates einen positiven Abschluss der doch etwas durchwachsenen Vorbereitungsphase. Überzeugenden Siegen gegen Landsberg (6:5) und Memmingen (3:2) stehen schwache Darbietungen gegen Germering (0:3) und Königsbrunn (1:8 und 2:4) gegenüber.

Anlass zur Besorgnis gibt derzeit aber der Personalstand: Zuletzt fehlten acht Spieler. Die angeschlagenen Spieler dürften morgen jedoch zum Teil schon wieder an Bord sein. Auch Pavel Mojtek meldete sich nach seiner Fußverletzung im Donnerstagstraining wieder einsatzbereit. Martin Kohlhund hat sich allerdings in Memmingen einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Ihm droht eine wochenlange Pause. Letzteres gilt auch noch für Matthias „Wuzzi“ Hitzelberger, der sich schon im ersten Spiel gegen den EV Landsberg 2000 den Mittelhandknochen gebrochen hat. Unter diesen Umständen brauchen die Pirates die Unterstützung ihrer Fans nötiger denn je. Schließlich sind sie seit der bitteren 4:6 Aufstiegsrunden-Niederlage gegen den EHC 80 Nürnberg im Februar 2006 bei Pflicht-Heimspielen ungeschlagen und diesen Nimbus gilt es zu verteidigen.