Erster Punkt in der Fremde

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Den ersten Punkt in der Fremde geholt, zweimal einen Rückstand ausgeglichen und „nach dem Katastrophenspiel von Freitag wieder mit Kampf und Einsatz statt reiner Schönspielerei“ (Trainer Hans Rothkirch) agiert. Nach 60 intensiv geführten Minuten gab es für den ESV Pinguine Königsbrunn beim EC Pfaffenhofen ein 3:4 (0:1, 1:1, 2:1, 0:1) nach Penaltyschießen.

Beide Trainer sprachen in der Pressekonferenz die gleichen Worte, denn sowohl die Pinguine (2:7 gegen Sonthofen) als auch Pfaffenhofen (0:8 in Erding) waren am Freitag unter die Räder gekommen. „Ich bin zufrieden mit der Reaktion der Mannschaft. Enttäuscht aber zugleich, weil wir die Möglichkeit gehabt hätten, die drei Punkte zu holen, die derzeit nötig sind. Nun haben wir leider nur einen“, so Hans Rothkirch. ECP-Trainer Huber war etwas zufriedener, denn er hatte zwei Punkte auf der Habenseite.

Beide Teams zeigten sich trotz personeller Engpässe durchweg motiviert und nicht in dem Maße verunsichert, wie es die Tabellenkonstellation Letzter gegen Dreizehnten vermuten hatte lassen. Es gab zwar durchaus zahlreiche Fehlpässe und Aufbaufehler, aber es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber waren die Ersten, die eine ihrer Gelegenheiten verwerten konnten und so mit einer 1:0-Führung in die erste Pause gingen.

Die Pinguine ließen sich allerdings vom Rückstand nicht verunsichern, sondern versuchten weiter konzentriert und fehlerfrei zu agieren. Auch der zweite Tiefschlag in Form des 0:2 tropfte am Team ab, allerdings geriet Patrick Weigant nach dem Tor mit den Schiedsrichtern aneinander und wurde wegen Meckern der Eisfläche verwiesen. Die Reaktion des ESV war vorbildlich, denn trotz der erneuten erzwungenen Umstellung traf Alexander Rehle nur drei Minuten später zum 1:2.

Mit großem Engagement kehrten die Pinguine nach der zweiten Unterbrechung zurück auf das Eis im zeitweise totenstillen Pfaffenhofner Eisstadion. Die Belohnung erfolgte nur kurze Zeit später, denn Michael Heichele, der seinen dritten Saisontreffer verbuchte, erzielte den Ausgleich. Doch auch der ECP konnte diesen Rückschlag verkraften und erzielte nur wenige Minuten später die erneute Führung. An diesem Abend war der ESV aber nicht umzuwerfen. Erneut war es Alexander Rehle, der den einzigen Überzahltreffer des Abends erzielte, der den Puck in die gegnerischen Tormaschen setzte. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Nach sechs Schützen auf beiden Seiten, von denen bei den Pinguine drei trafen, war das Spiel zugunsten der Gastgeber entschieden, denn Benjamin Arnold scheiterte am Pfosten.

Gute Nachrichten können die Pinguine von Simon Demmler berichten. Die Operation am angebrochenen Kehlkopf ist gut verlaufen. Allerdings wird der Verteidiger für unbestimmte Zeit ausfallen.

Tore: 1:0 (18.) Spindler, 2:0 (32.) Birk, C., 2:1 (35.) Rehle (Weigant, M.), 2:2 (44.) Heichele (Schwimmbeck, Krafczyk), 3:2 (48.) Spindler, 3:3 (50.) Rehle (Weigant, M., Härtl), 4:3 (Penalty) Spindler. Strafen: Pfaffenhofen 8 + 10 (Attenberger), Königsbrunn 8 Minuten + 10 (Weigant, P.) + Spieldauer (Weigant, P.).