Erst einmal frische Luft

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Ein Spiel, nach dem Trainer Marian Hurtik „erst einmal an die frische Luft musste“, erlebte der ESV Pinguine Königsbrunn am Sonntagabend gegen den Tabellenführer EHF Passau. Am Ende gewannen die Pinguine mit 4:3 (2:1, 1:2, 1:0) das Spitzenspiel der Bayernliga.

Auch Gästetrainer Otto Keresztes zollte dem ESV und dem gesamten Spiel Respekt und vollendete damit auch nach Spielende den mehr als positiven Eindruck den vor allem die Fans wie auch die Mannschaft aus Passau in Königsbrunn hinterlassen hatten.

Das Spiel selber wurde, wie von vielen zuvor erwartet, ein würdiges Topspiel. Beide Mannschaften besitzen ihre Stärken im spielerischen Bereich, können aber auch Kampf mit einstreuen. Die Pinguine begannen dabei zügig und bereits nach 36 Sekunden musste ein Gästespieler auf die Strafbank. Das Überzahlspiel war kaum vorüber, da konnten die starken Gäste kontern und überraschend in Führung gehen. Der ESV zeigte sich kurzzeitig beeindruckt von der rasanten Spielweise der EHF. Es dauerte ein paar Minuten, ehe das Team zurückfand und ebenso überraschend den 1:1 Ausgleich durch Andreas Gerstberger unter Mithilfe des Gästetorwartes erzielen konnte. Nun entwickelte sich ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Eine Strafzeit gegen die Gäste nutzte Toptorjäger Robert Franc zur umjubelten Führung. Das zweite Drittel begannen die Pinguine erneut in Überzahl spielend und nach nur 65 Sekunden stand die gut gefüllte Königsthermeneishalle Kopf, denn Michael Polaczek erzielte den dritten Treffer. In den folgenden Minuten hatten die Pinguine das Heft in der Hand, da Passau eine Vielzahl von Strafen kassierte. Aber nach zwei Überzahltoren fehlte selbst mit zwei Mann mehr an manchen Stellen die Kreativität, um das Spiel bereits zu diesem Zeitpunkt zu entscheiden. Stattdessen befreite sich Passau immer mehr und baute nun selbst einen immensen Druck auf die Abwehr des ESV auf. Dies wurde belohnt, denn ein Überzahlspiel führte zum Anschlusstreffer und nur 60 Sekunden später begann das Spiel wieder bei Null, denn den Gästen gelang der 3:3-Ausgleich.

Die letzten 20 Minuten mussten nun die Entscheidung bringen. Eine erste Unterzahl überstanden die Brunnenstädter mit viel Einsatz und im Gegenzug, erneut in Überzahl konnte Dominik Hägele die neuerliche Führung erzielen. Was nun folgte ist nur mit atemberaubend zu bezeichnen. Die Passauer zogen eine Angriffswelle nach der anderen auf, während der ESV mit Mann und Maus verteidigte. Der hohe Druck hatte einige Strafzeiten zur Folge, so dass hochbrisante Szenen vor dem Tor von Clemens Heringer entstanden. Doch die Pinguine hielten ihren Kasten sauber. Auch die letzte Maßnahme der Gäste, den Torwart durch einen weiteren Feldspieler zu ersetzen brachte keine Ergebnisänderung mehr mit sich. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft von den Fans frenetisch gefeiert und es scheint Stück für Stück wieder in Mode zu kommen, die Spiele der Pinguine zu verfolgen.

Tore: 0:1 (3.) Popp, 1:1 (8.) Gerstberger, 2:1 (17.) Franc, 3:1 (22.) Polaczek, 3:2 (35.) Kößl, 3:3 (36.) Piskunov, S., 4:3 (45.) Hägele. Strafen: Königsbrunn 26, Passau 26 + 10 (Gerbl).