Erst ein Sieg – dann gelang nichts

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Die ersten zwei Testspiele liegen hinter dem ESV Pinguine Königsbrunn. Nach einem souveränen 6:1 (1:0, 3:0, 2:1) gegen den ESC Geretsried zum Auftakt, gelang am Sonntag nahezu gar nichts und man unterlag dem EV Lindau mit 4:6 (3:2, 0:1, 1:3).

Dementsprechend unterschiedlich fielen die Analysen von Trainer Hans Rothkirch aus. „Das Spiel gegen Geretsried war ganz in Ordnung. Die Scheibe war ansehnlich unterwegs und die Spieler haben sich ordentlich präsentiert. Lediglich die Chancenverwertung war zu bemängeln, aber im ersten Spiel kann nicht alles klappen“, so Rothkirch. Kein Verständnis zeigte der Trainer aber für die Sonntagsvorstellung: „Alle waren enttäuschend. Die Spieler hatten keine Einstellung, waren lustlos und ohne Ehrgeiz. Wir waren zu weit weg vom Gegner, nicht robust und überheblich. Es wird eine schwere Saison und daher ist es für mich unverständlich wie eine junge Mannschaft so auftritt.“

In der Tat war das Spiel gegen Geretsried ein teilweise lockerer Aufgalopp, auch weil die Pinguine den Gegner kaum Luft ließen, sondern Angriff auf Angriff in Richtung Gästetor rollte. Hilfreich war dabei die frühe Führung durch Neuzugang Marc Weigant. Zu wünschen ließ allerdings die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse, so dass erst Mitte des zweiten Drittels drei Treffer in sechs Minuten für das den Verhältnissen entsprechende Ergebnis sorgten. Im letzten Drittel agierte der ESV dann etwas weniger offensiv, doch der Spielstand wurde noch zweimal ausgebaut, ehe die Gäste zu ihrem Ehrentreffer kamen.

Am Sonntag dann das genaue Gegenteil. Bereits in der zweiten Minuten ging Lindau in Führung. In doppelter Überzahl drehten die Pinguine das Resultat auf 2:1. Den Ausgleich beantwortet Kapitän Heichele mit der erneuten Führung. Doch anstatt das knappe Ergebnis, in der hart geführten Partie, als Warnung zu verstehen, agierten die Spieler weiterhin ohne Biss. So glich Lindau erneut aus und ging zu Beginn des letzten Abschnitts per Doppelschlag mit 5:3 in Front. Auch nun warteten die Zuschauer vergeblich auf eine Reaktion. Das 3:6 sowie das vierte Tor der Pinguine eine Sekunde vor Schluss fielen in dem insgesamt schwachen Duell nicht mehr ins Gewicht.

Pinguine – Geretsried 6:1. Tore: 1:0 (2.) Weigant, M. (Weigant, P.), 2:0 (33.) Krafczyk (Ullmann), 3:0 (34.) Demmler (Kerber), 4:0 (39.) Erhard (Klundt, Holzmann), 5:0 (45.) Weigant, M. (Kerber), 6:0 (58.) Heichele (Hägele, Klundt), 6:1 (59.) Poch. Strafen: Königsbrunn 10, Geretsried 16.

Pinguine – Lindau 4:6. Tore: 0:1 (2.) Volek, 1:1 (6.) Polaczek (Hägele, Heichele), 2:1 (7.) Gossmann (Ullmann), 2:2 (15.) Kraus, 3:2 (17.) Heichele (Gerstberger), 3:3 (22.) Paul, 3:4 (42.) Krohnfoth, 3:5 (44.) Zappe, 3:6 (56.) Volek, 4:6 (60.) Hägele (Klundt). Strafen: Königsbrunn 22, Lindau 22.