Eispiraten und Insulaner – das Wochenende der Mammuts

Eispiraten und Insulaner – das Wochenende der MammutsEispiraten und Insulaner – das Wochenende der Mammuts
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Dorfener sind eines der Überraschungsteams der Liga. Bei den Eispiraten läuft es derzeit mehr als rund. Das spürten zuletzt die Peißenberger, die sich nach dem Trainerwechsel und dem Sieg in Lindau selbst im Aufwind wähnten. Sie wurden von Schongaus nächsten Gast im eigenen Stadion regelrecht überlaufen – mit 8:1. Daher bedarf es wohl keiner Warnung den ESC Dorfen zu unterschätzen, die derzeit nicht ohne Grund auf Rang fünf der Tabelle stehen. 15 Punkte und 36:27 Tore haben die Eispiraten bereits erbeutet, zwei der fünf Siege erzielten sie dabei auf fremden Eis.

Im Tor ist Andreas Tanzer aus Garmisch-Partenkirchen die Nummer eins, der auch schon in Landsberg und Peiting aktiv war. In der Abwehr herrscht die Routine – Kapitän Thomas Mittermeier oder der Deutsch-Amerikaner Daniel Zollo sind die Führungskräfte in der Abwehr.

Im Angriff hatte Trainer John Samanski mit Neuzugang Chad Anderson den richtigen Riecher. Der 25jährige Kanadier erzielte ein Drittel aller Dorfener Tore (12) und liegt in der Scorerliste der Liga folglich im Spitzenbereich. Aber auch Dominik Koß, Michael Trox oder der Ex-.Landshuter Alexander Eberl gehören ebenso wie Routinier Dominik Gerbl und Talent Ernst Findeis zu den Aktivposten.    

Ebenso überraschend, wenn auch in die andere Richtung verlief die Saison bislang bei den Islanders aus Lindau. Der Kader wurde gezielt verstärkt, um das zweite Jahr in der Bayernliga mit der Abstiegsrunde nichts mehr zu tun zu bekommen. Doch noch ist das Team der Insulaner nicht recht in Fahrt gekommen. Die Gefahr, dass die Lindauer deswegen von den Mammuts unterschätzt werden besteht wohl nicht – es gibt für die EAS keine „leichten Gegner“. Zumal der EVL vom Personal ja wirklich auf Topkräfte zurückgreifen kann, bei denen früher oder später der Knoten platzen wird.

Mit dem derzeitigen Rang 13 – einen Punkt vor der EAS (fünf Punkte) und einem Torverhältnis von 18:34 kann Trainer Michael Rossi keinesfalls zufrieden sein.

Im Tor steht immer noch Waldemar Quapp, auch wenn derzeit Michael Grundlach die Nummer eins im Kasten ist. Eine erfahrene Abwehr um Jiri Kunce, Tobias Fuchs, Martin Valenti und dem Deutsch-Kanadier Andreas Pufahl (unter anderem EC Peiting) sollte allein von der Besetzung Bayernliga-Spitze sein. Nicht weniger spektakulär ist der Angriff besetzt. Die Kontingentstelle hat der Amerikaner mit jahrelanger Deutschlanderfahrung  Jim Nagle inne. Mike Dolezal hat reichlich höherklassige Erfahrung. Dazu noch Stephan Trolda (unter anderem Selb/ Schweinfurt) und die Stammkräfte Christof Hehle, Peter Kraus, Timo Kronfoth oder Sascha Paul. Verletzt waren zuletzt die Neuzugänge Zdenek Cech (Sonthofen) und Nicolas Oppenberger (Bayreuth).

Bei der EA Schongau wird es in der Abwehr langsam bedenklich. Der Einsatz von Routinier Oliver Glöckner ist fraglich, Norbert Löw wegen der Matchstrafe noch länger gesperrt, so werden wieder Stürmer in der Defensive aushelfen müssen.