Eiskalte Piraten als SpielverderberESV Buchloe

Eiskalte Piraten als SpielverderberEiskalte Piraten als Spielverderber
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Als „Jubiläums-Gäste“ durften die Buchloer Piraten ins Polarium reisen und erwiesen sich dort als echte Spielverderber: Denn die Pirates nahmen ohne Rücksicht auf die zahlreich erschienenen Wanderers-Anhänger die drei Punkte beim 5:0 (1:0, 3:0, 1:0)-Auswärtssieg mit nach Hause und feierten dadurch den vierten Sieg in Folge.

Im ersten Spielabschnitt taten sich beide Mannschaften anfangs sehr schwer, wirklich gefährliche Torchancen zu kreieren, was vielleicht auch an der stattlichen Kulisse von etwa 800 Zuschauern - darunter auch etliche Buchloer Schlachtenbummler - lag. Beide Teams versuchten zunächst sicher zu stehen und arbeiteten in der Defensive diszipliniert. So dauerte es bis zu achten Minute, ehe Marc Weigant die erste nennenswerte Möglichkeit liegen ließ, als er völlig freistehend an Wanderers-Goalie Christoph Schedlbauer scheiterte. Fünf Minuten später machte es sein Zwillingsbruder Patrick aber besser: Er überlistete Schedlbauer, indem er einmal ums Germeringer Gehäuse kurvte und per Bauerntrick zur 1:0-Führung einschob. Gleich darauf bot sich für die Freibeuter die große Chance, den Vorsprung weiter auszubauen, doch eine zweiminütige 5:3-Überzahlsituation wurde leichtfertig vergeben. Kurz vor Drittelende wurde Daniel Huhn dann bei einem Alleingang regelwidrig gebremst. Doch statt dem fälligen Penalty entschieden die Schiedsrichter nur auf eine Zwei-Minuten-Strafe für die Hausherren. Somit ging es mit der knappen Buchloer Führung zum ersten Mal in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang kamen die Piraten immer besser in die Partie und ließen bald auch die entsprechenden Tore folgen. Zwar vergab Peter Westerkamp kurz nach Wiederbeginn noch eine gute Gelegenheit (22.), aber in Überzahl war keine drei Minuten später Matthias Strodel zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Und auch als mit Christian Warkus diesmal ein Buchloer auf der Strafbank Platz nehmen musste, machten die Buchloer mit dem Toreschießen munter weiter. Einen mustergültigen Unterzahl-Konter verwandelte Marc Weigant, nach Zuspiel von Daniel Huhn eiskalt zur 3:0-Führung (26.). Buchloe war nun klar Herr im Germeringer Polarium und hatte die Partie vollkommen im Griff. Den Hausherren gelangen nur vereinzelte Befreiungsangriffe, bei denen aber der stets aufmerksame ESV-Torhüter Stefan Horneber auf dem Posten war. So entschärfte er in der 31. Spielminute einen Alleingang von Wanderers Stürmer Josef Schreiber. Buchloe spielte weiter konzentriert und durfte bald darauf wieder in doppelter Überzahl agieren. Und dieses Mal nutzen die Gennachstädter die sich bietende Möglichkeit: Nach einem Schlagschuss von Peter Westerkamp prallte der Puck von der Bande genau vor die Füße von Tobias Kastenmeier, der den Puck nur noch ins leere Tor einschieben musste (36.).

Auch im letzten Abschnitt hatte Buchloe die klareren Tormöglichkeiten. Aber sowohl Tobias Kastenmeier (43.) als auch Daniel Huhn (45.) scheiterten mit ihren Alleingängen und vergaben somit vorerst die endgültige Entscheidung. Die Wanderers ließen sich zwar zu keiner Zeit hängen, blieben aber weiterhin viel zu harmlos und so gelang Tobias Kastenmeier in Minute 46 der fünfte Treffer des Abends (46.). Germering traf eine Minute später zwar noch den Pfosten in Person von Levin Schumacher, doch selbst ein Ehrentreffer wollte den Gastgebern nicht gelingen. Im weiteren Verlauf passierte nicht mehr viel. Beide Teams hatten sich wohl mit dem Ergebnis abgefunden und so blieb es beim verdienten Buchloer Auswärtssieg. Dadurch sicherten die Piraten sich und ihrem Torhüter Stefan Horneber zum zweiten Mal nacheinander einen Shutout, was vor allem dahingehend bemerkenswert ist, dass nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Sven Curmann, Christopher Lerchner und David Strodel, nur fünf gelernte Verteidiger auf dem Feld standen. Mit diesem Erfolg klettern die Buchloer Piraten in der Tabelle auf Rang fünf und erwarten nun am Sonntag das Schlusslicht aus Königsbrunn.

Neben dem Auswärtssieg gibt es im Lager der Piraten noch eine weitere erfreuliche Nachricht. Denn mit Marc Streicher konnten sich die Piraten die Dienste eines jungen und talentierten Abwehrspielers sichern. Der 22-jährige – der vom Ligakonkurrent aus Königsbrunn nach Buchloe wechselt – ist allerdings dieses Wochenende noch nicht spielberechtigt.