Eishackler verlieren in MemmingenTSV Peißenberg

Eishackler verlieren in MemmingenEishackler verlieren in Memmingen
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dort erwartete sie eine anfangs unsicher auftretende Heimmannschaft. Memmingen bestimmte in den ersten beiden Spieldritteln das Geschehen auf dem Eis, Peißenberg steigerte sich im letzten Drittel und konnte den Rückstand auf ein Tor verkürzen, bevor Memmingen nochmals zuschlug. Letztlich musste sich der TSV aber mit 3:5 (1:1, 0:3, 2:1) geschlagen geben.

In einem guten Bayernligaspiel  begann Memmingen ob der 0:8-Schlappe in Miesbach sehr verunsichert und nervös. Sie konnten sich trotzdem eine Überlegenheit erspielen, die in der siebten Spielminute durch die 1:0-Führung belohnt wurde. Der an diesem Abend gut aufspielende Andreas Neumann verwertete ein Zuspiel von Stefan Rott trocken, nachdem zuvor Torwart Michael Resch mehrmals gefordert wurde. Peißenberg konnte sich gelegentlich befreien und setzte gefährliche Konter, so konnte Martin Andrä in der 13. Minute allein auf Goalie Reichelmeir zustürmen, der den Angriff aber klären konnte. In der 17. Minute musste der gut haltende Michael Resch sein ganzes Können aufbieten, um einen Fehler in der Abwehr auszubügeln. In der 18. Spielminute fiel dann der etwas glückliche Ausgleich zum 1:1, nachdem Patrick Walleitner aufs Tor schoss und Martin Weckerle den zurückprallenden Puck einschob.

Die Heimmannschaft kam dann entschlossen aus der Pause und nutzte bereits die erste Möglichkeit zur 2:1-Führung durch Alexander Krafczyk, der aus kurzer Distanz ins rechte obere Eck einnetzte. Bereits in der 24. Minute dann bereits die 3:1-Führung. Anton Pertl fälschte den von der blauen Linie abgefeuerten Schuss von Andreas Neumann unhaltbar, wiederum ins rechte obere Eck ab. Memmngen nutzte hier eine 5:3-Überzahlsituation konsequent aus. Eine Trotzreaktion zeigte daraufhin Peißenberg, als sie in Unterzahl in der 26. Minute einen Abwehrfehler der Heimmannschaft fast zum Anschluss nutzen konnte. Sebastian Buchwieser luchste einem Memminger Verteidiger die Scheibe ab, spielte auf Martin Hinterstocker, doch der zögerte zu lange alleinstehend vor dem Tor und vergab. Die Indians verstärkten ihre Angriffsbemühungen wieder und nutzten in der 31. Minute wiederum die Chance, mit 4:1 in Führung zu gehen. Anton Pertl zog in Überzahl von der blauen Linie ab und überwand den chancenlosen Resch.

Im letzten Spielabschnitt kam dann eine andere Peißenberger Mannschaft aufs Eis. Die Gäste spielten jetzt offensiver und erlangte eine spielerische Überlegenheit. In der 42. Minute hatte Martin Andrä eine Ergebnisverbesserung auf dem Schläger, doch sein Solo wurde von Reichelmair entschärft. Besser machte es dann Florian Barth zwei Minuten später, als er ein Zuspiel von Hinterstocker und Buchwieser zur Ergebniskosmetik nutzte. In der 49. Minute hatte Valentin Hörndl seinen großen Auftritt. Er wurde von Andreas Saal angespielt, vor vor dem Torhüter vorbei und überwand ihn mit einem schönen Rückhandschlenzer. zum 4:3-Zwischenstand in Überzahl. Peißenberg erspielte sich noch einige Chancen, die Aufholjagd wurde aber mit keinen weiteren Treffern belohnt. Trainer Rudi Sternkopf versuchte nun alles, nahm Torhüter Resch 2 Minuten vor Schluss vom Eis und ersetzte ihn mit einem sechsten Feldspieler. Diese Aktion war leider schnell beendet, denn in der 59. Minute schnappte sich Alexander Krafczyk die Scheibe und verwandelte ins verwaiste Tor zum 5:3-Endstand.

Stimmen zum Spiel:

Jogi Koch (Trainer Memmingen): „Die Mannschaft begann verunsichert. Ich habe in der Pause ein paar lautere Worte an das Team gerichtet. Daraufhin hat sich die Mannschaft gesteigert und besser gespielt. Die Verletzten lasse ich nicht als Ausrede gelten. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, wir hätten auch ins Penaltyschießen kommen können. Die Mannschaft hat das Spielen aufgehört, obwohl ich weiß, dass Peißenberg immer beißt.“

Rudi Sternkopf (Trainer Peißenberg): „Wir haben bei einem übermächtigen Gegner gut dagegen gehalten. Das Spiel haben wir leider im zweiten  Drittel verloren. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und alles versucht. Der Sieg von Memmingen war verdient, obwohl mein Team wieder Moral und Charakter gezeigt hat.“