Eisbären verlieren 2:3 – erste Runde geht an Stuttgart

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Zu Beginn sahen die knapp 800 Zuschauer zwei Teams, denen die Anspannung vor Ihrem jeweils ersten Play-off-Spiel anzumerken war und die sich erstmal gegenseitig abtasteten. Die Eisbären kamen dann aber als erste richtig im Spiel an, denn in der neunten Spielminute brachte Alexander Dexheimer sein Team mit einem trockenen Schuss von halb links mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber hatten inzwischen das Kommando übernommen, taten sich jedoch vor dem von Dusan Strharsky bestens bewachten Rebels-Tor schwer. Die beste Gelegenheit um die Führung auszubauen, hatte man zwischen der zehnten und zwölften Minute, als gleich zwei Gästespieler auf der Strafbank saßen, die Scheibe jedoch nicht den Weg ins Tor finden wollte. Deshalb ging es mit einer dürftigen 1:0-Führung in die erste Pause.

Im zweiten Drittel kamen die Gäste wesentlich selbstbewusster aus der Kabine. Ein erstes Zeichen setzten sie in der 25. Minute, als Steffen Bischoff zum 1:1 traf. Die Eisbären waren zwar stets bemüht, ließen jedoch in vielen Szenen die letzte Konsequenz vermissen – wie zum Beispiel in der 35. Minute, als Tim Becker auf Rechtaußenposition frei zum Schuss kam und das 1:2 erzielte.

Richtig spannend wurde die Partie dann in den letzten zehn Minuten. Nachdem Sebastian Meindl in der 49. Minute in Überzahl auf 1:3 erhöht hatte, besannen sich die Eisbären auf ihre spielerischen Qualitäten und nahmen nun das Heft wieder in die Hand. Zwei Minuten vor dem Ende wurde das Anrennen vom Erfolg gekrönt, nachdem sich Milan Liebsch links durchgesetzt hatte und einen millimetergenauen Pass auf Sascha Bernhardt spielte, der die Scheibe zum 2:3 über die Linie bugsierte. Der Vorjahresmeister aus der Landeshauptstadt brachte den Vorsprung jedoch vollends clever über die Zeit und konnte einen verdienten 3:2-Erfolg bejubeln.

Für Eisbären-Coach Kai Sellers ist dieses Ergebnis jedoch kein Grund zu Pessimismus: „Ob wir das Spiel jetzt 3:2 gewonnen hätten oder 2:3 verloren haben, macht keinen großen Unterschied. Das Rückspiel am Freitag startet quasi beim Spielstand von 3:2 für Stuttgart. Wenn wir das 1:0 schießen, ist die Serie ausgeglichen. Wenn wir nach 60 Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung haben, stehen wir im Finale. Es ist noch alles drin.“