Eisbären sichern sich Platz einsEHC Eisbären Heilbronn

Eisbären sichern sich Platz einsEisbären sichern sich Platz eins
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Durch einen 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)-Erfolg über die Schwenninger Fire Wings und dem zeitgleichen Ausrutscher des Tabellenzweiten Stuttgart Rebels, der in Zweibrücken patzte, steht die Mannschaft von Trainer Kai Sellers bereits drei Saisonspiele vor Ende der Hauptrunde uneinholbar an der Tabellenspitze. Und nicht nur das: Der Sieg gegen die Schwäne war gar der 18. Erfolg im 18. Saisonspiel.

Dachte man im Vorfeld der Partie jedoch, dass sich die Mannen vom Neckarursprung als leichte Beute erweisen würden, so wurden die Eisbären vor allem zu Beginn des Spiels eines besseren belehrt. Der Tabellen-Vorletzte startete mit effektivem Forechecking und hielt die Offensive der Hausherren in vielen Situationen erfolgreich weg vom eigenen Gehäuse. Und kam dennoch ein Schuss durch, so wie von Kapitän Heiko Vogler in der siebten Minute, war Gäste-Goalie Benjamin Tabor zur Stelle. Eine hochkarätige Chance vergab zudem Adrian Kolar in Minute elf. Und wie es so kommt: Je länger die scheinbar chancenlosen Gäste die Null hielten, desto sicherer wurden sie – und witterten gar ihre Chance. So hatten die Eisbären in der 14. Minute viel Glück bei eigener Unterzahl. Christopher Kohn packte einen Schlagschuss aus, Stefan Schäfer fälschte entscheidend ab und Eisbären-Torwart Tobias Amon hätte nicht den Hauch einer Chance gehabt. Doch der Puck klatschte an die Latte und von dort hinters Tor. Zwei Minuten später hatten die Wings gar die Chance in doppelter Überzahl, doch Amon rettete in höchster Not vor Stefan Schäfer, indem er dessen Schuss auf das lange Toreck vorzüglich antizipierte. Just als jeder dachte, dass der Schwenninger Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit wäre, kam dann aber die Schlüsselszene der Partie - zugunsten der Eisbären. Schwenningen patzte im Aufbau und der Puck landete direkt vor der Heilbronner Strafbank, die Dominique Hensel gerade verließ. Hensel sah seine Chance, zog an - und konnte nur regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwandelte Heilbronns Nummer 20 dann in aller Seelenruhe mit der Rückhand zur 1:0-Führung. Ein Treffer, der bei den Gästen richtig Wirkung zeigte, denn nur eine Minute später fand ein Zuckerpass von Marc Oppenländer den Schläger von Leontin Kreps, der kompromisslos und trocken zum 2:0 „einhämmerte“ (18.). Aufgrund des Spielverlaufs allerdings dennoch sicher eine schmeichelhafte Eisbären-Führung.

Im zweiten Spielabschnitt konnten die Eisbären rasch nachlegen. Eine 2:1-Kontersituation vollendete Axel Hackert nach einem Pass von Milan Liebsch ohne Probleme zum 3:0 (22.). Die Käthchenstädter zeigten nun mehr Fahrt, blieben jedoch bis Drittelende ohne weiteren Torerfolg. Manuel Weibler traf in Minute 26 nur das Außennetz, Sascha Bernhardt fand in der 35. Minute bei Überzahl in Benjamin Tabor seinen Meister. Aber auch die Fire Wings versteckten sich nicht, wagten immer wieder gefährliche Vorstöße. Stellvertretend hierfür sei eine Dreifachchance durch Stefan Schäfer, Christopher Kohn und Johannes Stöhr im Powerplay aus der 37. Minute genannt, die Tobias Amon stark vereitelte.

Das letzte Drittel brachte mit dem 4:0 durch Manuel Weibler (45.) dann die schnelle Vorentscheidung. Weibler schirmte den Puck in unnachahmlicher Weise vom Gegner ab und vollendete stilecht durch die Schoner des Schwenninger Schlussmanns. Die Wings fanden in der Folge nicht mehr die Mittel, um den Spitzenreiter ernsthaft ins Wanken zu bringen. Jedoch gelang Marco Rais bei doppelter Überzahl in der 56. Minute der hochverdiente Ehrentreffer zum 4:1. Natürlich wollen wir aber nicht unerwähnt lassen, dass auch die Leistung von Tobias Amon einen Shutout verdient gehabt hätte. Immerhin setzte Robin Platz in der letzten Spielminute noch einen drauf, indem er Tabor mit einem trockenen Schuss aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Bei diesem 5:1 blieb es dann auch.