Eisbären bestehen in ZweibrückenEHC Eisbären Heilbronn

Eisbären bestehen in ZweibrückenEisbären bestehen in Zweibrücken
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Aber: Die weiße Eisbären-Weste hielt dennoch. 3:2 (0:0, 2:1, 1:1) lautete der Endstand zugunsten der Käthchenstädter. Wir erwähnen es wieder einmal gern. 13 Spiele, 39 Punkte - acht Siege fehlen noch zum Vorrundensweep, den man langsam aber sicher in Augenschein nehmen kann.

 Dass die Begegnung gegen die Zweibrücken Hornets zur Zitterpartie wurde, lag mitunter auch an der Tatsache, dass die Eisbären stark dezimiert anreisten. Heiko Vogler konnte beispielsweise keinen Plausch mit seinen Verteidigerkollegen führen - da er der einzige gelernte Defensivmann war, der mitfuhr. So verwundert es nicht, dass der Spielberichtsbogen ziemlich verwaist aussieht. 10 Feldspielern auf Heilbronner Seite standen zwölf Zweibrücker gegenüber. Alles in allem also eine relative Chancengleichheit auf dem Eis. Die Folge war, dass sich in Spieldrittel Nummer eins ein ausgewogenes Bild ergab, das Möglichkeiten auf beiden Seiten sah. Zu erwähnen ist ein Pfostentreffer der Gastgeber anfangs der Partie, sowie ein weiterer „Blechschaden” durch die Eisbären kurz vor Drittelende. Ein Treffer der Hornets wurde zudem wegen Schlittschuhspiels nicht anerkannt.

 Spielabschnitt Nummer zwei sah dann weiterhin ein sehr intensives Match mit Chancen hüben wie drüben. Die Eisbären agierten jedoch zunächst zu undiszipliniert. Unter anderem gab es eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe gegen Manuel Weibler. So blieb das Ergebnis auch nach 30 Minuten - völlig eishockeyuntypisch - bei einem 0:0. Ausgerechnet Eisbären-Urgestein Sascha Bernhardt war es dann allerdings vorbehalten, den Bann zu brechen: 0:1 in der 31. Minute. Ein Tor, das Sicherheit gab, denn der immer stärker aufspielende Dominique Hensel erhöhte in Minute 35 auf 0:2 für die Gäste vom Neckarstrand. Zweibrücken zeigte sich hiervon dennoch unbeeindruckt und konnte noch vor der zweiten Sirene verkürzen. Kapitän Bernd Hartfelder stellte in Minute 38 auf 1:2.

 Kurz nach Beginn des letzten Drittels schien die Partie dann gar endgültig zu kippen. Nur 19 Sekunden nach Wiederaufnahme sorgte Georg Hähn für den Ausgleich. Es entwickelte sich nun ein verbissen geführter Kampf, bei dem um jeden Zentimeter Eis gefightet wurde. Die Gastgeber aus Zweibrücken konnten nun auf ihr körperbetontes Spiel setzen und brachten die Eisbären an den Rand der Niederlage - aber eben nur bis zum Rand: In der 58. Minute erlöste Milan Liebsch mit dem Siegtreffer zum 2:3-Endstand den ungeschlagenen Spitzenreiter der Regionalliga Südwest. Die Hornets probierten nochmal alles, nahmen gar den starken Torhüter Steven Teucke zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Allein – es brachte nichts mehr.

In einem sehr spannenden und ausgeglichenen Spiel waren die Eisbären am Ende das glücklichere Team, und dürfen sich unter anderem auch bei Torhüter Marian Metz bedanken, der mit starken Saves wieder einmal der Fels in der Brandung war.

Am kommenden Freitag, 7. Dezember (20 Uhr, Kolbenschmidt-Arena) gibt es für die Eisbären „Nashornalarm”, wenn die Baden Rhinos, die sich weiterhin auf Erfolgskurs befinden, aus Hügelsheim an den Neckar reisen.