Eis-Löwen trotzen der HitzeEHC Waldkraiburg

Eis-Löwen trotzen der HitzeEis-Löwen trotzen der Hitze
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Seit Jahren schon feiert der EHC Waldkraiburg mit seinen Spielern, den Eltern, Fans, Förderern und Sponsoren sein Sommerfest, seit Jahren war es aber nicht mehr so heiß, wie am vergangenen Samstag. Über 30 Grad zeigte das Thermometer an, Eishockeyspielen würden mit diesen Temperaturen wohl die wenigsten assoziieren, höchstens Eisessen. Dennoch kamen etwa 300 EHC-Fans und Spieler vor dem Waldkraiburger Eisstadion zusammen und ließen sich in gewohnt bester Manier bewirten. Steckerlfisch, Grillfleisch und hausgemachte Salate von den Müttern der Nachwuchsspieler- da blieben keine Wünsche offen. „Wir wollen uns nochmals herzlich bedanken für die vielen freiwilligen Helfer! Einige Spieler aus dem Nachwuchs haben beim Aufbau mitgeholfen, die Eltern haben tolle Kuchen und Salate gemacht- wir freuen uns, dass wir so ein tolles Vereinsleben haben und alle mitmachen. Hoffentlich kann dieser Zusammenhalt in den nächsten Monaten und Jahren noch intensiviert werden“, freute sich EHC-Präsident Wolfgang Klose über die Mithilfe.

Die Vorstellung der einzelnen Teams wurde in diesem Jahr etwas anders gestaltet: Nicht mehr Team für Team wurde auf die Bühne vor dem Stadion geholt, sondern es wurde nach Spielpositionen eingeteilt! Das bedeutet, alle Torhüter, die das Löwen-Dress tragen, von den Kleinstschülern, über die Kleinschüler, die Schüler, Knaben, Junioren, Jugend, der 1b und der ersten Mannschaft standen in Reih und Glied auf der Bühne- später dann die Verteidiger und die Stürmer. Ein schönes Bild, das nicht nur den Zusammenhalt innerhalb des Vereins, sondern auch die gute Nachwuchsarbeit beim EHC unterstrich. Als neuer Trainer wurde hier auch Petr Kankovsky vorgestellt, der ab sofort gemeinsam mit Petr Vorisek im Nachwuchs verantwortlich zeichnet.

Das Highlight war natürlich die Präsentation der Spieler der ersten Mannschaft und das unterhaltsame Interview mit Coach Petr Vorisek. Ganz in „Beckenbauer-Manier“ beantwortet der 52-Jährige die ersten Fragen zunächst mit einem klassischen „Schau ma mal“ und sorgte damit für viel Schmunzeln bei den Fans. Dann ließ er sich aber doch noch einiges entlocken zur kommenden Spielzeit: In Sonthofen und Memmingen sieht er die großen Favoriten, doch denkt er, dass auch die Löwen wieder oben mitmischen können. „Defensiv müssen wir es besser machen, als letztes Jahr. Darum haben wir da ja auch erfahrene Spieler geholt.“ Qualitativ ist der Kader der Industriestädter inzwischen hochwertig besetzt, quantitativ gilt es jedoch aufzupassen- eine große Verletzungsmisere könnte fatale Folgen haben. Davor hat Vorisek jedoch keine Angst: „Selbstverständlich weiß man das nie, aber die Jungs trainieren gerade alle gut. Wenn man im Sommertraining die richtigen Grundlagen schafft, kommt man auch gut durch den Winter.“

Wie gut der Fitnesszustand seiner Spieler schon ist, möchte Vorisek am kommenden Donnerstag überprüfen. Dann bittet er seine Männer zu einem „entspannten“, kleinen Fitnesstest: drei Mal 400 Meter, und sieben Mal 300 Meter Laufen stehen da auf dem Programm. Die Eislöwen werden sich für diese Einheit dann allerdings bestimmt andere Temperaturen wünschen.