Einmal krasser Außenseiter, einmal leichter FavoritESV Buchloe

Einmal krasser Außenseiter, einmal leichter FavoritEinmal krasser Außenseiter, einmal leichter Favorit
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Die Bulls des ERC Sonthofen haben sich in der abgelaufenen Bayernliga-Hauptrunde als Maß der Dinge herausgestellt: Nur zwei Niederlagen standen in der Abschlusstabelle zu Buche. Der Rangzweite Bayreuth konnte mit acht Punkten Rückstand noch bedingt mithalten. Den Tabellendritten Pfaffenhofen distanzierten die Bulls schon um satte 27 Punkte. Erklärtes Ziel im Oberallgäu ist der Aufstieg in die Oberliga. Um dieses nicht zu gefährden wurde der mit Ex-Profispielern wie Michael Waginger und Andreas Kleinheinz gespickte Kader jetzt noch mit dem erfahrenen Kanadier Shawn Snider verstärkt. Der 32-jährige Stürmer war früher schon in Schweden aktiv. Auch ohne Snider gaben sich die Sonthofener in den Partien gegen Buchloe mit deutlichen 7:2 und 6:1 Erfolgen keine Blöße.

Einen gegenläufigen Trend durchläuft der TEV Miesbach: Ähnlich wie diese Saison Sonthofen dominierte der Sonntagsgegner früher die Bayernliga. 2010 schloss der TEV die Vorrunde noch als Zweiter ab. Es folgten die Plätze vier (2011), sechs (2012) und jetzt nur noch zehn. Nach gutem Saisonstart – ganz zu Beginn übernahmen die Miesbacher sogar von den Piraten die Tabellenführung – sanken die Oberbayern am 16. Spieltag bis auf Rang zehn ab, der dann bis Rundenende gerade noch behauptet werden konnte. Im Dezember wurde der Kanadier Dennis Martindale aus Pfaffenhofen geholt, der mit zwei Toren im letzten Vorrundenmatch gegen Waldkraiburg dazu beitrug, dass die Miesbacher noch in die Zwischenrunde rutschten. Die punktbesten Scorer sind Mario Jann, Sebastian Deml und Alan Reader, die alle schon höherklassig gespielt haben. Dass gerade diese Spieler zu keiner Zeit aus den Augen gelassen werden dürfen, zeigte das Vorrundenspiel in Buchloe, das die Piraten 6:5 n.P. gewannen: 5:2 lagen die ESVler nach zwei Dritteln in Front, ehe Deml und zweimal Jann noch auf 5:5 stellten.

Für die Buchloer Pirates bedeutet die Begegnung mit dem TEV Miesbach schon den Abschluss der ersten Hälfte der Zwischenrunde. Langsam wird es nun Zeit, ernsthaft Punkte zu sammeln, sofern man bei der Vergabe der ersten beiden Plätze noch ein Wörtchen mitreden will. Auch geht es darum, wieder mal eine ansprechende Heimvorstellung abzugeben. Schon durch die Vorrunde zog sich die Heimschwäche der Piraten wie ein roter Faden: Während die Buchloer hinter den dominierenden Teams aus Sonthofen und Bayreuth auf fremdem Eis mit 23 Punkten drittstärkste Mannschaft waren, reichte die Heimbilanz mit 20 Punkten nur für Platz elf der „Heimtabelle“. Auch im ersten Zwischenrundenspiel gegen Peißenberg (2:3 n.P.) zeigten sich die Schwierigkeiten, vor eigenem Publikum ein druckvolles Spiel aufzuziehen. Als die Buchloer dann in Rückstand gerieten, suchten einige Spieler erfolglos in Alleingängen das Heil. Mit spielerischer Disziplin und vollem Einsatz sollte es gegen Miesbach möglich sein, die dürftige Heimbilanz aufzupolieren.


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