Eine Vorarlberger Eishockey-Institution für den EVL

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Eishockey-Fans aus der Region ist der Name Rossi ein Begriff – ein Urgestein des Kufensports im „Ländle“. Erst im Frühjahr beendete der 37-jährige Vorarlberger seine Profikarriere mit dem Meistertitel der Nationalliga bei seinem Stammverein VEU Feldkirch, wo er viele Jahre eine Institution an der blauen Linie war. Weitere Stationen des ehemaligen Verteidigers waren Lustenau, Montafon, Dornbirn und Graz. „Als Spieler stand Michael Rossi für eine professionelle Einstellung, ehrliche Teamarbeit und Führungsqualitäten. Als Trainer verkörpert er eine natürliche Autorität, Verbindlichkeit und moderne Ansichten. Deshalb passt er zu uns“, sagt EVL-Vorsitzender Marc Hindelang.

Die Auswahl für die Islanders war groß. Nach der Meldung von Willy Bauers Abschied kamen rund 20 Bewerbungen in Lindau an, in Frage kamen aber nur weniger als fünf. „Wir wussten ja was wir wollen und Michael hat den Vorstand und mich in zwei Gesprächen mit seiner Herangehensweise am meisten überzeugt. Er ist der Trainertyp, den die Mannschaft jetzt braucht um den nächsten Schritt zu machen“, sagt der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher. Jung und ehrgeizig sei er und würde damit Bestens zur EVL- Philosophie passen. „Wir wollen uns immer weiterentwickeln und können Stillstand nicht leiden. In Lindau steckt noch sehr viel mehr Potential. Diesen Hunger haben wir auch bei unserem neuen Trainer gespürt“, sagt Hindelang. So wird Rossi demnächst nach Finnland reisen, um sich im Land des Weltmeisters im Rahmen eines internationalen Trainerlehrgangs weiterzubilden. Dabei hat er bereits von den Besten der Branche gelernt, unter anderem von Koryphäen des internationalen Trainergeschäfts wie dem langjährigen Schweizer Nationaltrainer und jetzigem NHL- Coach Ralph Krueger sowie dem Trainer des Schwedischen Olympiasieger und Weltmeister- Teams, Bengt Ake Gustavsson (jetzt in der russischen KHL). „Lindau ist für mich ein idealer Einstieg in das Trainergeschäft. Ich will mit einfachem, aber strukturiertem und schnellem Eishockey das Maximum erreichen“, sagt Rossi der im Hauptberuf als Verkaufsleiter einer Vorarlberger Immobilienfirma arbeitet. „Es war für uns auch ganz wichtig, dass wir jetzt einen Mann bekommen, der aus der Region stammt, aber ganz unvoreingenommen an den EVL herangehen kann. Alle fangen wieder bei Null an, es gibt eine neue Zeitrechnung“, sagt Bernd Wucher, der in seinen langen EVL- Jahren nun schon den fünften Österreicher auf der Lindauer Trainerbank erlebt. „Wir haben nur die besten Erinnerungen“, sagt er dazu. Für den neuen Coach wird nun das Kennenlernen seiner Spieler im Vordergrund stehen. „Ich will damit im Rahmen des Sommertrainings sofort beginnen. In Absprache mit jedem Spieler werden wir Ziele formulieren und verabreden, die der Spieler dann erreichen soll“, gibt Rossi Einblick in seine Philosophie. Ein professioneller Ansatz, der aber auch im Amateurbereich sinnvoll ist, schließlich arbeitet man in der Bayernliga sehr leistungsorientiert – und die Einstellung, sich täglich verbessern zu wollen, geht über den Sport hinaus.

Nachdem nun die wichtigste Personalie geklärt ist, werden die Islanders nun wieder intensiv am Kader für die neue Saison basteln. Hier gaben sich die Lindauer zuletzt zurückhaltend, um möglichst viele Entscheidungen zusammen mit dem neuen Trainer fällen zu können. 


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